28 June 2026, 02:24

René Benko bleibt in Haft: Neue Berufungsverhandlungen vor dem Obersten Gerichtshof

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko bleibt in Haft: Neue Berufungsverhandlungen vor dem Obersten Gerichtshof

Der umkämpfte Immobilienmilliardär René Benko bleibt weiterhin in Untersuchungshaft, während die juristischen Auseinandersetzungen an Schärfe gewinnen. Österreichische Staatsanwälte werfen ihm Untreue und Betrug im Zusammenhang mit Hunderten Millionen Euro vor. Sein Fall ist nun vor den Obersten Gerichtshof Österreichs gelangt, wo in dieser Woche Berufungsverhandlungen anstehen.

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Gegen Benko läuft bereits das 18. Strafverfahren – diesmal wegen mutmaßlicher Veruntreuung von Geldern in München. Den Ermittlern zufolge wurden Mittel, die ursprünglich für das Projekt Bahnhofplatz bestimmt waren, umgeleitet. Das Geld sollte eigentlich der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof den Wiedereinzug als Mieter ermöglichen.

Die umgelenkten Summen flossen stattdessen in eine Kapitalerhöhung für den Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges. Eine ähnliche Vorgehensweise, von den Behörden als finanzieller „Staubsauger“ beschrieben, soll auch die Signa Prime Selection angewandt haben. Dieselbe Methode tauchte bei einem Geschäft mit einem saudischen Staatsfonds im Zusammenhang mit dem Münchner Projekt „Franz“ auf.

In Benkos Privatinsolvenzverfahren streitet sein Verwalter derzeit um den Besitz mehrerer hochwertiger Damenringe. Sollte er verurteilt werden, wäre er der erste Signa-Manager, gegen den in einem Betrugsfall ein rechtskräftiges Urteil ergeht.

Am Donnerstag wird der Oberste Gerichtshof die Berufungen in Benkos erstem Prozess wegen betrügerischen Bankrotts prüfen. Eine Verurteilung könnte einen Präzedenzfall für andere Signa-Führungskräfte schaffen. Das Ergebnis könnte zudem Auswirkungen auf die laufenden Ermittlungen zu den Finanzpraktiken der Gruppe haben.

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