RNN revolutioniert Tarifsystem: Einfacher, günstiger, fairer für Pendler
Reinhild HänelRNN revolutioniert Tarifsystem: Einfacher, günstiger, fairer für Pendler
Der Verkehrsverbund Rhein-Nahe (RNN) vereinfacht nach über 25 Jahren sein Tarifsystem. Das bisherige Modell mit 100 Zonen und 14 Preisklassen weicht einer übersichtlicheren Lösung. Laut Verantwortlichen soll die Reform den ÖPNV für Stammkunden deutlich nutzerfreundlicher machen.
Den Anfang macht eine Pauschalpreis-Struktur für Zeitkarten: Wochen-, Monats- und Jahreskarten gelten künftig im gesamten RNN-Gebiet zum einheitlichen Tarif. Statt bisher 182 Kombinationen stehen Fahrgästen dann nur noch sechs Optionen zur Auswahl.
Die Umstellung startet im dritten Quartal 2026. Eine zentrale Neuerung ist das Azubi-Jahresabo für rund 69 Euro pro Monat – vergleichbar mit dem aktuellen Deutschland-Ticket. Allein dieses Ticket erwirtschaftet derzeit 72 Prozent der RNN-Einnahmen und unterstreicht so den Reformbedarf.
Einzel- und Tageskarten bleiben vorerst zonengestützt. Anpassungen für Gelegenheitsfahrer sind geplant, allerdings erst ab 2027.
Ziel der Reform ist mehr Klarheit: Durch einheitliche Preise für Zeitkarten soll die Tarifvielfalt sinken. Die ersten Änderungen treten Ende 2026 in Kraft, die Anpassung der Einzeltarife folgt 2027. Fahrgäste profitieren dann von weniger Optionen – und transparenteren Kosten.






