Rofu Kinderland ruft asbestbelastete Plüschfiguren zurück – und meldet Insolvenz an
Reinhild HänelRofu Kinderland ruft asbestbelastete Plüschfiguren zurück – und meldet Insolvenz an
Spielwarenhändler Rofu Kinderland ruft Plüschfiguren wegen Asbestspuren zurück – gleichzeitig meldet das Unternehmen Insolvenz an
Der deutsche Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat mehrere Plüschfiguren zurückgerufen, nachdem in deren Füllmaterial Spuren von Asbest nachgewiesen wurden. Gleichzeitig hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet und finanzielle Schwierigkeiten sowie schwache Weihnachtsumsätze als Gründe genannt.
Kunden werden aufgefordert, die betroffenen Produkte umgehend nicht mehr zu verwenden und gegen eine vollständige Rückerstattung zurückzugeben.
Der Rückruf erfolgte, nachdem Tests eine mögliche Asbestbelastung in der Füllung bestimmter Plüschtiere aufgedeckt hatten, die bei Rofu Kinderland verkauft wurden. Sämtliche betroffene Artikel wurden aus dem Verkauf genommen, und der Händler rät Eltern dringend, diese zu entsorgen oder zurückzubringen.
Es handelt sich um den ersten größeren asbestbedingten Rückruf eines deutschen Spielwarenhändlers in den letzten Jahren. Zwar gab es vereinzelte Fälle – etwa einen Rückruf von Playmobil im Jahr 2023 –, doch keine anderen Spielwarenhändler haben zwischen 2021 und 2026 ähnliche Warnungen herausgegeben.
Die finanziellen Belastungen durch den Rückruf verschärfen die ohnehin angespannte Lage von Rofu Kinderland. Das Unternehmen kämpft seit Längerem mit rückläufigen Umsätzen, insbesondere in der Weihnachtszeit, und sieht sich einer wachsenden Konkurrenz durch Online-Händler gegenüber. Diese Herausforderungen haben das Unternehmen nun in die Insolvenz getrieben.
Kunden können die zurückgerufenen Spielzeuge in jeder Rofu-Kinderland-Filiale gegen eine vollständige Erstattung zurückgeben. Der Händler versichert, dass derzeit keine weiteren Produkte überprüft werden.
Von dem Rückruf sind ausschließlich bestimmte Plüschfiguren betroffen, doch die finanziellen Folgen haben die Situation von Rofu Kinderland weiter zugespitzt. Mit laufenden Insolvenzverfahren bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss. Eltern werden erneut darauf hingewiesen, die Spielzeuge ihrer Kinder zu überprüfen und bei Bedarf die Rückgabeanweisungen zu befolgen.






