Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte – 308 Prozent mehr in zehn Jahren
Reinhild HänelSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte – 308 Prozent mehr in zehn Jahren
Ausländische Beschäftigung in Sachsen-Anhalt wächst rasant
In Sachsen-Anhalt hat die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Das Bundesland führt damit in Ostdeutschland beim Anstieg internationaler Beschäftigter – fast jedes vierte Unternehmen stellt mittlerweile Personal aus dem Ausland ein.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, um 3.492. Im Jahr 2025 waren es insgesamt 11.539 Unternehmen, die mindestens eine internationale Fachkraft beschäftigten. Besonders große Betriebe griffen vermehrt auf ausländisches Personal zurück.
Allein von Juni 2024 bis Juni 2025 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer um 5.560. Damit liegt der Anteil der ausländischen Beschäftigten im Land bei fast 9 Prozent aller Arbeitnehmer. In den vergangenen zehn Jahren ist die Gesamtzahl der internationalen Arbeitskräfte um 308 Prozent gestiegen.
Trotz dieses Wachstums beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt keine ausländischen Arbeitskräfte. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung für den lokalen Arbeitsmarkt unverzichtbar sei.
Sachsen-Anhalt verzeichnet einen deutlichen Anstieg der ausländischen Beschäftigung – sowohl bei der Zahl der international einstellenden Unternehmen als auch beim Anteil der ausländischen Arbeitskräfte. Der Trend zeigt, wie stark das Land auf Zuwanderung angewiesen ist, um den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt zu decken.






