Salzgitter blockiert Tiny Houses – trotz Wohnungsnot und Senioren-Vorteilen
Tatjana ReinhardtSalzgitter blockiert Tiny Houses – trotz Wohnungsnot und Senioren-Vorteilen
Ein Antrag zur Legalisierung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Die Initiative DiBo hatte sich für klarere Regelungen eingesetzt, um die kleinen, bezahlbaren Häuser in Hinterhöfen und Neubaugebieten zu ermöglichen. Nur zwei Ratsmitglieder unterstützten den Vorstoß – eine offizielle Begründung für die Ablehnung blieb aus.
Die DiBo-Gruppe hatte einen formellen Antrag eingereicht, Tiny Houses in die Bebauungspläne Salzgitters zu integrieren. Ziel waren verbindliche Vorschriften für Bau und Aufstellung der Minihäuser, die nach Ansicht der Initiatoren den Wohnungsdruck in der Stadt verringern könnten. Aktuell ist der Bau eines Tiny Houses – selbst auf Privatgrund – rechtlich kaum umsetzbar.
Besonders hervorgehoben wurden die Vorteile für ältere Bürger:innen. Da Tiny Houses oft barrierefrei gestaltet sind, eignen sie sich ideal für Senioren, die ihren Wohnraum verkleinern möchten. Zudem präsentierte die Gruppe das Konzept als Beitrag zur generationengerechten Wohnraumpolitik. Durch die Zulassung solcher Kleinsthäuser ließen sich laut DiBo auch die Kosten für Senioreneinrichtungen senken.
Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Antrag ab – ohne nähere Erklärung. Damit bleiben die rechtlichen Hürden für Tiny Houses in Salzgitter bestehen.
Die Ablehnung bedeutet, dass Tiny Houses in der Stadt weiterhin in einer rechtlichen Grauzone verharren. Bürger:innen, die nach bezahlbaren und altersgerechten Wohnalternativen suchen, sehen sich weiterhin mit Hindernissen konfrontiert. Die Entscheidung des Rates lässt die bestehenden Bebauungsvorschriften vorerst unverändert.






