Schwerer Kindesmissbrauch: Prozess gegen Elternpaar in Mainz beginnt
Tatjana ReinhardtSchwerer Kindesmissbrauch: Prozess gegen Elternpaar in Mainz beginnt
Am Mittwoch, dem 10. Juni, müssen sich ein 36-jähriger Mann und seine 22-jährige Partnerin vor dem Landgericht Mainz verantworten. Dem Paar werden mehrfach schwerer sexueller Missbrauch an den eigenen Kindern vorgeworfen. Den Ermittlungsbehörden zufolge sollen sich die Taten zwischen 2024 und 2025 sowohl in Deutschland als auch in Bulgarien ereignet haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, ihren damals noch im Säuglingsalter befindlichen Sohn im Jahr 2024 in ihrer Mainzer Wohnung sexuell missbraucht zu haben. Zudem sollen sie die Übergriffe mit ihren Mobiltelefonen aufgezeichnet haben. Weitere Anklagepunkte umfassen sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen sowie die Herstellung, Verbreitung und den Besitz von kinderpornografischem Material.
Dem 36-Jährigen wird darüber hinaus vorgeworfen, seine beiden Töchter – geboren 2017 und 2019 – während Aufenthalten in Bulgarien schwersten sexuellen Misshandlungen ausgesetzt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Taten zwischen 2024 und 2025 verübt wurden. Ein Video, das angeblich den Missbrauch der Mädchen dokumentiert, wird dem Angeklagten zugeordnet.
Der Hauptangeklagte befindet sich seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Nach dem Prozessauftakt am 10. Juni sind bereits fünf weitere Verhandlungstage angesetzt.
Im Rahmen des Verfahrens wird der Missbrauch an drei Kindern in zwei Ländern aufgearbeitet. Dem Paar werden sowohl körperliche Übergriffe als auch die Erstellung expliziten Materials zur Last gelegt. Mit einer mehrtägigen Prozessdauer ist zu rechnen.






