Sigurd Remy – ein politisches Schwergewicht aus Neuwied stirbt mit 84 Jahren
Reinhild HänelSigurd Remy – ein politisches Schwergewicht aus Neuwied stirbt mit 84 Jahren
Sigurd Remy, langjähriger Stadtrat aus Niederbieber, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Sein Tod am 8. Dezember 2022 markiert das Ende einer fast vier Jahrzehnte umfassenden Karriere in der Kommunalpolitik. Kollegen und Amtsträger würdigen seinen Einsatz und seinen Einfluss in Neuwied.
Remy trat 1983 erstmals dem Neuwieder Stadtrat bei, wo er die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) vertrat. 23 Jahre lang, von 1989 bis 2012, führte er als Vorsitzender die SPD-Fraktion an. Seine politische Laufbahn erstreckte sich auch auf Landesebene: Von 1991 bis 2006 war er Abgeordneter im Landtag von Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis Neuwied.
Bekannt für seinen kompromisslosen, aber stets lösungsorientierten Verhandlungsstil, setzte sich Remy besonders für die Neuwieder Stadtwerke (SWN) ein und sorgte dafür, dass Entscheidungen im Sinne der Stadt getroffen wurden. Für sein Engagement wurde er mit der Ehrenplakette der Stadt Neuwied sowie der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet.
Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig erinnerte an Remy als „ein politisches Schwergewicht und einen verlässlichen Partner“. Seine fast 40-jährige Ratsmitgliedschaft hinterlässt bleibende Spuren in der lokalen Verwaltung und Infrastruktur.
Remy hinterlässt ein Erbe von nahezu vier Jahrzehnten im öffentlichen Dienst. Seine Führung in der SPD und seine prägende Rolle bei der Gestaltung der Neuwieder Politik, insbesondere im Bereich der kommunalen Versorgungsbetriebe, werden in Erinnerung bleiben. Die Stadt verliert mit ihm eine entschlossene und hochangesehene Persönlichkeit der Kommunalpolitik.






