Skandal auf der A8: Vierjähriger sitzt ungesichert auf Fahrerschoß – und der Kindersitz lag im Kofferraum
Oscar KabusSkandal auf der A8: Vierjähriger sitzt ungesichert auf Fahrerschoß – und der Kindersitz lag im Kofferraum
Ein 22-jähriger Autofahrer wurde auf der Autobahn A8 in der Nähe von Unterhaching bei München angehalten, während ein vierjähriger Junge ungesichert auf seinem Schoß saß. Die Polizei stellte fest, dass das Kind nicht in einem geeigneten Kindersitz Platz genommen hatte – dieser befand sich stattdessen im Kofferraum des Fahrzeugs. Der Vorfall hat nun zu strafrechtlichen Ermittlungen und weiteren Untersuchungen geführt.
Bei der Verkehrskontrolle bemerkten die Beamten, dass der Fahrer eine Zigarette im Mundwinkel hielt und versuchte, sie anzuzünden. Zudem konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen, sondern präsentierte stattdessen ein gefälschtes Dokument. Die Behörden erkannten die Fälschung sofort und bestätigten, dass der Mann ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.
Der für den Vierjährigen vorgesehene Kindersitz wurde unbenutzt im Kofferraum gefunden. Dieser Verstoß sowie die gefährliche Positionierung des Jungen lösten umgehend Maßnahmen aus. Die Polizei hat inzwischen ein Strafverfahren gegen den Fahrer wegen mehrerer Delikte eingeleitet, darunter Urkundenfälschung, Fahren ohne Führerschein und mangelnde Sicherung eines Kindes im Fahrzeug.
Das Jugendamt wurde nach dem Vorfall informiert. Dem Fahrer drohen nun sowohl verkehrsrechtliche als auch weitergehende strafrechtliche Konsequenzen. Der Fall wird vor den Straf- und Verkehrsgerichten verhandelt, wobei dem Beschuldigten Strafen wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen die Kindersicherung drohen. Das Jugendamt wird im Rahmen der Ermittlungen das Wohl des Jungen prüfen. Über den Ausgang der Verfahren wird noch entschieden.






