06 May 2026, 04:11

SPD will auf 4,2-Prozent-Gehaltssprung für Abgeordnete verzichten

Schwarz-weißer Architekturgrundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts mit detaillierter Planung und Textanmerkungen.

SPD will auf 4,2-Prozent-Gehaltssprung für Abgeordnete verzichten

In der SPD regt sich zunehmend Widerstand gegen die für dieses Jahr geplante automatische Gehaltserhöhung für deutsche Abgeordnete. Eigentlich sollte das Gehalt der Parlamentarier zum 1. Juli um 4,2 Prozent steigen – doch nun fordern führende Parteivertreter, auf die Erhöhung zu verzichten.

Seit 2014 sind die Diäten der Bundestagsabgeordneten an den Nominallohnindex gekoppelt. Dieses System passt ihre Bezüge automatisch an die allgemeine Lohnentwicklung an. Dirk Wiese, erster parlamentarischer Geschäftsführer der SPD, verteidigte das Verfahren als zuverlässig und bewährt.

Gleichzeitig sprach sich Wiese dafür aus, die Erhöhung in diesem Jahr auszusetzen. Als Gründe nannte er die wirtschaftliche Belastung und anstehende Reformen. Damit steht er an der Seite von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf, der bereits zuvor die Abgeordneten aufgefordert hatte, auf die geplante Anpassung zu verzichten.

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Wiese betonte zudem, dass die Abgeordneten ihre eigenen Gehälter nicht selbst festlegen. Stattdessen erfolgen die Anpassungen ohne direkte politische Einflussnahme. Die Debatte dreht sich nun darum, ob die aktuelle wirtschaftliche Lage einen Bruch mit der üblichen Praxis rechtfertigt.

Der Vorstoß der SPD, die Gehaltserhöhung zu streichen, spiegelt die wachsenden Sorgen über die wirtschaftliche Situation wider. Sollte der Plan durchkommen, bliebe das Gehalt der Abgeordneten auf dem aktuellen Stand – statt wie vorgesehen um 4,2 Prozent zu steigen. Die endgültige Entscheidung hängt nun von einer breiteren parlamentarischen Einigung ab.

Quelle