29 June 2026, 12:40

Spritpreisbremse endet: Warum Autofahrer bald mehr zahlen müssen

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Spritpreisbremse endet: Warum Autofahrer bald mehr zahlen müssen

Die Entscheidung der Bundesregierung, die Spritpreisbremse zu beenden, wird trotz der Kosten von 1,6 Milliarden Euro weitgehend als gerechtfertigt angesehen. Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Kraftstoffpreise voraussichtlich Anfang Juli wieder steigen werden, sobald die Subvention ausläuft.

Eine aktuelle Studie der Monopolkommission ergab, dass die Weitergabe des Rabatts bei Diesel leicht höher ausfiel als vom ifo Institut geschätzt. Bei Benzin lag sie dagegen etwas niedriger. Das ifo Institut stützte seine Berechnungen auf einen Vergleich mit den französischen Spritpreisen.

Die Ermäßigung auf Premiumkraftstoffe wie Super E5 und Super E10 wurde den Autofahrern fast vollständig weitergegeben. Die Ersparnis betrug hier 17 bzw. 16 Cent pro Liter – und entsprach damit weitgehend der Steuerentlastung. Bei Diesel hingegen profitierten teilweise die Mineralölkonzerne von den Einsparungen.

Die ifo-Ergebnisse widersprechen damit den Behauptungen des Mineralölwirtschaftsverbands (en2x), wonach die gesamte Steuerermäßigung bei den Verbrauchern angekommen sei. Ob die Preise künftig stabil bleiben, könnte auch davon abhängen, ob die USA und der Iran zu einer Einigung gelangen.

Mit dem Auslaufen der Subvention im Juli werden die Spritpreise voraussichtlich wieder steigen. Das genaue Ausmaß des Anstiegs hängt von der Entwicklung der weltweiten Ölpreise ab. Die Entscheidung der Regierung, die Förderung schrittweise abzubauen, bleibt trotz der hohen Kosten umstritten.

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