Streik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, Penny & Co. auf
Oscar KabusStreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, Penny & Co. auf
Im Einzelhandel ist es zum Streik gekommen, nachdem die Lohnverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern gescheitert sind. Beschäftigte großer Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland und anderer Unternehmen werden sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Forderungen nach höheren Löhnen und die seit Langem stagnierenden Einkommen. Die Gewerkschaft pocht auf eine monatliche Erhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie einen zusätzlichen Jahresbonus von 150 Euro für Auszubildende pro Ausbildungsjahr. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Die Arbeitgeber haben den Einzelhandelsbeschäftigten bisher lediglich ein Lohnplus von zwei Prozent – allerdings erst nach sechs Monaten ohne vorherige Anpassung – angeboten. Im Großhandel sollen die Angestellten nach monatelanger Lohnstagnation 1,8 Prozent mehr erhalten. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Angebote die erwartete Inflationsrate bei Weitem nicht ausgleichen.
Trotz weiterer Gespräche haben die Arbeitgeber ihr Angebot nicht verbessert. Dies führte nun zum aktuellen Streik, der sich gegen Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics richtet.
Der Ausstand spiegelt die anhaltende Unzufriedenheit über die Lohnstagnation wider. Beschäftigte aus zahlreichen Handelsunternehmen werden nun mit Arbeitskampfmaßnahmen Druck ausüben, um ihre Forderungen durchzusetzen. Das Ergebnis dieser Proteste könnte die künftigen Tarifverhandlungen in der Branche maßgeblich prägen.
