TikTok-Star Sai erklärt Mainz zur "toten Stadt" – und löst Shitstorm aus
Reinhild HänelTikTok-Star Sai erklärt Mainz zur "toten Stadt" – und löst Shitstorm aus
Ein beliebter TikTok-Star und Fußball-Influencer hat mit einem viral gegangenen Video eine Debatte ausgelöst, in dem er Mainz scharf kritisiert. Sai, der 925.000 Follower zählt, veröffentlichte am 1. Juni 2023 einen Clip mit dem Titel „Nein zu Mainz“, in dem er die Stadt als „tot“ bezeichnete und ihr Essen, die Straßen sowie die Atmosphäre hart anging. Das Video spaltete schnell die Zuschauer: Einige verteidigten die Stadt, andere stimmten seiner schonungslosen Bewertung zu.
Sais Reise von München nach Mainz zu einem Fußballspiel begann holprig. Er beklagte sich über marode Straßen und verwirrende Umleitungen, die die Anfahrt zur Geduldsprobe machten. Doch auch in der Stadt selbst besserte sich sein Eindruck nicht.
Trotz eines freundlichen Empfangs in seinem Hotel fand er das kulinarische Angebot begrenzt und enttäuschend. Nach dem Verzehr eines acht Euro teuren Döner Kebabs litt er unter starken Magenkrämpfen. Bei seinen Erkundungen erklärte er Mainz schließlich zur „toten Stadt“, in der „nicht mal Geister“ unterwegs seien.
Das Video löste eine Flut an Reaktionen aus. Einige Nutzer eilten Mainz zur Verteidigung, einer schrieb: „Mainz ist eine wunderschöne Stadt mit großartigem Essen – das liegt an dir, nicht an der Stadt.“ Andere argumentierten, er habe einfach die falschen Ecken besucht und betonten den Charme der Stadt. Doch nicht alle widersprachen: Ein langjähriger Bewohner kommentierte: „Habe fast zehn Jahre dort gelebt und kann das bestätigen. Jeden Samstag waren die Restaurants überfüllt, weil es so wenige gab, und die Küchen machten schon um 21:30 Uhr zu. Als gebürtiger Berliner war das ein Albtraum.“
Sais Fazit fiel vernichtend aus: „Tote Stadt. Ihr habt kein Recht zu meckern.“ Das Video hinterlässt die Bewohner und Besucher Mainz’ in der Diskussion, ob seine Kritik berechtigt war – oder einfach nur Pech. Unterdessen bleibt die Stadt ein Gesprächsthema, für die, die sie lieben, wie für die, die sie nicht ausstehen können.






