25 June 2026, 16:19

Tödlicher Angriff auf Zugschaffner erschüttert Bahnmitarbeiter und Familien

"Blinder Wutausbruch" - Prozess um Tod eines Zugführers

Tödlicher Angriff auf Zugschaffner erschüttert Bahnmitarbeiter und Familien

Ein 26-jähriger griechischer Staatsbürger steht wegen des Todes eines Zugschaffners nach einer tätlichen Attacke vor Gericht. Der Vorfall hat die Debatte über die Sicherheit im deutschen Schienenverkehr neu entfacht. Das Opfer, Serkan Çalar, erlag zwei Tage nach dem Angriff den Folgen einer Hirnblutung.

Die Tat ereignete sich, nachdem der Angeklagte, dem Beförderungserschleichung vorgeworfen wird, den Schaffner angeblich mit den Worten „Ich bin Boxer. Ich bin Kämpfer“ bedroht haben soll. Überwachungsaufnahmen dokumentierten den Angriff, bei dem Çalar tödliche Verletzungen erlitt. Er starb kurz darauf im Krankenhaus.

Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte bei den Angehörigen des Opfers und erklärte: „Ich übernehme die volle persönliche Verantwortung.“ Çalars Familie nahm an der Verhandlung teil, um sein Andenken zu ehren. Sie betonten, sie wollten „Serkan ein Gesicht geben“ und zeigen, „dass seine Seele hier ist“.

Das Verfahren soll acht Tage dauern; das Urteil wird für den 9. Juli erwartet. Der Fall fällt in eine Zeit, in der die Statistiken eine Zunahme von Angriffen auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn verzeichnen. 2025 gab es rund 2.690 solche Vorfälle – ein Anstieg um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In den kommenden Tagen wird das Gericht die Beweislage prüfen. Ein Schuldspruch könnte für den Angeklagten schwerwiegende rechtliche Konsequenzen haben. Der Fall hat bereits eine breitere Diskussion über Schutzmaßnahmen für Bahnmitarbeiter ausgelöst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle