Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert – was passiert jetzt mit der Immobilie?
Oscar KabusVersteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert – was passiert jetzt mit der Immobilie?
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert. Das Amtsgericht Mitte lehnte beide Gebote ab, da sie deutlich unter dem geschätzten Wert der Immobilie lagen. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Geländes wurde nun bis Freitag vertagt.
Im Mittelpunkt der gescheiterten Auktion stand ein seit Langem leerstehender Komplex zwischen dem ehemaligen Galeries-Lafayette-Kaufhaus und dem Bürogebäude Quartier 205. Trotz der erstklassigen Lage in der Hauptstadt steht ein Großteil der Fläche seit Jahren leer. Das Gericht hatte eine Mindestgrenze von 50 Prozent des Marktwerts festgelegt, der bei etwa 187 Millionen Euro liegt.
Während der Versteigerung gingen lediglich zwei Angebote ein, von denen das höchste bei nur 40 Millionen Euro lag. Das Amtsgericht bewertete dies als zu niedrig und lehnte eine Zuschlagserteilung ab. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Interessierte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, um gegen das Ergebnis vor dem Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen. Die weiteren Schritte für das Quartier 206 werden sich klären, sobald das Urteil in dieser Woche endgültig feststeht.
Die Ablehnung lässt die Zukunft des Quartier 206 vorerst ungewiss. Mögliche rechtliche Einwände müssen innerhalb des Zwei-Wochen-Zeitraums eingereicht werden. Ob es eine erneute Versteigerung oder alternative Pläne für die Immobilie geben wird, hängt vom endgültigen Richterspruch ab.






