29 March 2026, 06:29

VW setzt auf Elektrooffensive und Rivian-Partnerschaft gegen Absatzkrise in China

Plakat, das einen Steuerrabatt von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 bewirbt, mit einem Bild eines Autos.

VW setzt auf Elektrooffensive und Rivian-Partnerschaft gegen Absatzkrise in China

Volkswagen treibt tiefgreifende Veränderungen voran, um sich den finanziellen und marktbedingten Herausforderungen zu stellen. Der Konzern beschleunigt seine Pläne für Elektrofahrzeuge, spürt gleichzeitig die Kosten und investiert in neue Technologien. Zu den jüngsten Schritten zählen eine Milliarde von 1,25 Euro hohe Mitarbeiterprämie sowie eine wegweisende Partnerschaft mit dem US-Elektroautohersteller Rivian.

Die neue zonale Fahrzeugarchitektur (SDV) von Volkswagen hat anspruchsvolle Dauerbelastungstests erfolgreich absolviert. Dieses System vereinfacht die Verkabelung, ermöglicht Software-Updates per Funk und steuert zentrale Funktionen wie Allradantrieb und Traktion. Es wird künftige Elektromodelle für westliche Märkte prägen – darunter Škodas kompakter E-SUV Epiq, dessen Markteinführung für den Herbst 2026 geplant ist.

Gleichzeitig testet der Autokonzern in Wolfsburgs Stadtverkehr das lenkradlose Konzeptfahrzeug Gen.Urban. Dies geschieht vor dem Hintergrund strengerer Ausgabenkontrollen und einer Verlagerung der Produktion näher an die wichtigsten Absatzmärkte. Die deutschen Autoexporte nach China sind drastisch eingebrochen: Mit 13,6 Milliarden Euro erreichten sie weniger als die Hälfte des Werts von 2022.

Unterdessen kämpft die Volkswagen-Aktie mit Kursverlusten und hat seit Januar fast 19 Prozent eingebüßt. Am Freitag schloss sie bei 86,04 Euro. Um die Stimmung in der Belegschaft zu heben, zahlt das Unternehmen im Mai eine Sonderprämie von 1.250 Euro pro Mitarbeiter aus.

Die 2024 geschmiedete Zusammenarbeit mit Rivian hat beide Unternehmen gestärkt. Volkswagen investierte bis zu fünf Milliarden Dollar, was Rivian half, die Produktion auszuweiten und die Auslieferungen zu verbessern. Anfang 2026 hatte sich die Aktienperformance von Rivian erholt, während neue Modelle wie der kompakte SUV R2 und die Crossover R3/R3X für 2026–2027 geplant sind – neben Nutzfahrzeugen und der nächsten Generation von Fahrzeugplattformen.

Mit diesen jüngsten Maßnahmen will Volkswagen seine Position angesichts sinkender Exporte und Aktienkurse stabilisieren. Die SDV-Plattform, Mitarbeiteranreize und die Partnerschaft mit Rivian unterstreichen den Fokus auf Innovation und Kostendisziplin. Ob diese Strategie das Wachstum in den Schlüsselmärkten wiederbeleben kann, wird sich an neuen Elektromodellen wie Škodas Epiq zeigen.

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