Warum Mainzer Baumstandorte leer bleiben – und was die Stadt plant
Leere Baumstandorte in der Mainzer Altstadt sorgen erneut für Diskussionen. Während einige seit Jahren ungenutzt bleiben, betont die Stadt, die Lage sei unter Kontrolle. Die Behörden verweisen auf eine geringe Leerstandsquote und kündigen an, in den kommenden Monaten mehrere Standorte neu zu bepflanzen.
Laut Angaben vom März stehen von insgesamt 1.571 Straßenbaumstandorten in der Altstadt lediglich 21 leer – das entspricht einer Leerstandsquote von weniger als einem Prozent, die die Stadt als vertretbar einstuft. Neun dieser freien Flächen sollen im Herbst neu bepflanzt werden.
Die verbleibenden 12 Standorte können derzeit aus verschiedenen Gründen nicht aufgeforstet werden. Dennoch versichert die Stadtverwaltung, die leeren Baumscheiben für Fußgänger sicher zu halten. Eine vollständige Entfernung der Standorte ist nicht vorgesehen, da sie langfristig eine Rolle für das städtische Klima spielen.
Kritik kommt von der örtlichen CDU-Fraktion, die die leeren Baumscheiben als Stolperfallen bezeichnet. Die Verwaltung entgegnet jedoch, dass regelmäßige Wartungsarbeiten Unfälle verhindern würden.
Die Stadt wird die leeren Baumstandorte weiter beobachten und dort, wo möglich, mit Neupflanzungen fortfahren. Die Sicherheit der Fußgänger bleibe Priorität, doch mit kurzfristigen Änderungen der aktuellen Vorgehensweise sei nicht zu rechnen. Im Fokus stehe weiterhin die Balance zwischen urbaner Begrünung und öffentlicher Zugänglichkeit.






