Warum wir nur drei Meinungen am Tag äußern sollten – eine radikale Idee
Tatjana ReinhardtWarum wir nur drei Meinungen am Tag äußern sollten – eine radikale Idee
Überall begegnen uns Meinungen – in Talkshows, Podcasts oder Online-Foren. Sie behandeln jedes erdenkliche Thema, und der Vorrat scheint schier unerschöpflich. Erst kürzlich stieß der Autor auf Standpunkte zum Nahostkonflikt, zu Windrädern und sogar zu veganen Torwarthandschuhen.
Er schlägt eine radikale Idee vor: Jeder Mensch sollte sich auf nur drei Meinungen pro Tag beschränken. Wer mehr äußern möchte, bräuchte die Genehmigung eines Rebhuhns. Scherzhaft fügt er hinzu, dass das Mittelmeer Urlauber eines Tages vielleicht nach ihrem Verhalten sortieren würde – wenn es denn selbst urteilen könnte.
Dass Menschen ihre Gedanken für sich behalten, ist mittlerweile selten geworden. Der Autor stellt sich vor, wie die Natur, könnte sie sprechen, unermüdlich über die Menschheit urteilen würde. Eine Theorie besagt, dass sich Menschen gerade deshalb an die Natur wenden: weil sie nicht bewertet.
Trotz der Meinungsflut bleibt der Autor bei manchen Trends skeptisch. Achtsames Atmen etwa hat ihn noch nicht überzeugt.
Die Flut der Standpunkte reißt nicht ab – auf keiner Plattform. Dass sich die Idee eines täglichen Limits durchsetzen wird, erscheint unwahrscheinlich. Doch eines ist sicher, wie der Autor anmerkt: Die Welt wird nie daran verarmen.
