06 May 2026, 02:26

Wie viel Steuersenkung brauchen die Deutschen, um sie wirklich zu spüren?

Balkendiagramm, das den Einkommensanteil nach Ubertragungen und Bundessteuern von 1979 bis 2007 auf einem blauen Hintergrund zeigt, mit begleitendem Erlauterungstext.

Wie viel Steuersenkung brauchen die Deutschen, um sie wirklich zu spüren?

Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt, wie stark die Steuersenkungen ausfallen müssten, damit die Deutschen einen spürbaren Unterschied merken. Zwischen Ende April und Anfang Mai äußerten über 1.000 Befragte ihre Meinung. Die Ergebnisse offenbaren klare Präferenzen – aber auch einige Überraschungen darüber, was als echte Entlastung wahrgenommen wird.

Die zwischen dem 30. April und 4. Mai durchgeführte Studie fragte 1.002 Teilnehmer, ab welchem Betrag eine Steuersenkung für sie merklich wäre. Nur 5 Prozent gaben an, dass 50 Euro im Monat ausreichen würden. Eine deutlich größere Gruppe von 38 Prozent bestand darauf, mindestens 100 Euro zu spüren, um einen Effekt zu bemerken.

Gleichzeitig setzten 31 Prozent die Messlatte noch höher an: Sie verlangten mindestens 250 Euro monatlich. Weitere 19 Prozent forderten sogar Steuersenkungen von über 250 Euro, bevor sie diese als bedeutend einstufen würden. Besonders ausgeprägt war die Unterstützung für höhere Entlastungen unter AfD-Wählern – 40 Prozent teilten diese Ansicht.

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Über die Parteigrenzen hinweg waren sich Anhänger von CDU/CSU, SPD und Grünen weitgehend einig, dass 100 Euro im Monat eine spürbare Senkung darstellen. Auch die Berliner Befragten folgten dem Bundestrend: Die Mehrheit sah ebenfalls 100 Euro als Mindestbetrag. Überraschenderweise zeigte die Umfrage kaum Unterschiede in den Erwartungen zwischen Ost- und Westdeutschland oder zwischen verschiedenen Einkommensgruppen.

Die Ergebnisse verdeutlichen einen breiten Konsens darüber, was die Deutschen als lohnende Steuersenkung betrachten. Zwar kristallisierte sich 100 Euro im Monat als häufigster Richtwert heraus, doch ein beträchtlicher Teil der Befragten verlangte deutlich mehr. Diese Erkenntnisse könnten künftige Debatten über Steuerpolitik und öffentliche Ausgabenprioritäten prägen.

Quelle