17 April 2026, 06:31

Wuppertaler Zoo unter Druck: PETA prangert Elefanten-Misshandlung an

Zwei Elefanten im Wasser eines Zoos spielend, während eine Person sie besprüht, umgeben von Felsen, Pflanzen, einem Zaun, einem Gebäude, einem Schild und Deckenleuchten.

Wuppertaler Zoo unter Druck: PETA prangert Elefanten-Misshandlung an

Wuppertaler Zoo in der Kritik wegen Umgangs mit Afrikanischen Elefanten

Der Wuppertaler Zoo gerät wegen seiner Behandlung von Afrikanischen Elefanten zunehmend in die Schusslinie. Die Tierrechtsorganisation PETA hat Videomaterial veröffentlicht, das zeigt, wie Pfleger die Tiere zu Kunststücken zwingen und für Fotos posieren lassen. Offensichtlich hängt die Abhängigkeit des Zoos von solchen Attraktionen mit rückläufigen Besucherzahlen zusammen – was Fragen nach den Tierwohlstandards aufwirft.

Aufnahmen aus den Monaten Mai bis Juli 2018 belegen, dass Elefanten Besucher auf ihrem Rücken tragen mussten. In einer Szene zieht ein Pfleger an den Stoßzähnen eines Tieres, während er es dirigiert. Auch das Elefantenbaby Tuffi ist zu sehen, das mit stressauslösenden Trainingsmethoden konfrontiert wird.

Laut PETA setzt der Zoo Bullhaken ein – scharfe Werkzeuge, die in vielen Ländern verboten sind –, um die Tiere zu kontrollieren. Die PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz betont, dass keine Form der Gefangenschaft die komplexen Bedürfnisse von Elefanten erfüllen könne. Zudem kritisiert sie, dass die Tiere zu bloßen Fotomotiven für kommerzielle Zwecke degradiert werden.

Die Organisation hat sich wiederholt an Oberbürgermeister Andreas Mucke sowie an Fraktionen des Stadtrats gewandt, bisher jedoch ohne offizielle Reaktion. PETA besteht darauf, dass Elefanten nur mit Gewalt dressiert werden können – eine Auffassung, die von führenden Verhaltensforschern gestützt wird.

Nun fordert die Gruppe ein sofortiges Ende der Ausbeutung der Wuppertaler Elefanten. Zudem setzt sie sich für den Wechsel zu einem "Protected Contact"-System ein, bei dem Pfleger nur durch Barrieren mit den Tieren interagieren, um Risiken für beide Seiten zu minimieren.

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Im Mittelpunkt der Kontroverse steht nach wie vor die Nutzung der Elefanten für Unterhaltungszwecke. PETAs Reformforderungen umfassen ein Verbot des direkten Kontakts sowie ein Ende der erzwungenen Vorführungen. Ohne Veränderungen, warnt die Organisation, werde das Wohl der Tiere weiter leiden.

Quelle