15 April 2026, 12:30

Zeitumstellung 2023 und 2026: Was Arbeitnehmer über Löhne und Schichten wissen müssen

Blauer Hintergrund mit einer Uhr, die die Zeit anzeigt, Teil eines Timer-App-UI-Kits mit Text oben.

Zeitumstellung 2023 und 2026: Was Arbeitnehmer über Löhne und Schichten wissen müssen

Zeitumstellung in Deutschland: Wie sich Arbeitszeiten und Löhne ändern

In den kommenden Jahren werden in Deutschland zweimal die Uhren umgestellt – mit Auswirkungen auf Arbeitszeiten und Gehälter vieler Beschäftigter. In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2023 springen die Uhren eine Stunde vor, am 24. auf den 25. Oktober 2026 wird sie zurückgestellt. Diese Änderungen werfen Fragen zu Überstunden, Lohnabrechnungen und Arbeitgeberansprüchen auf – besonders dann, wenn Schichten mit dem Zeitwechsel kollidieren.

Wenn die Uhr im März 2023 vorgestellt wird, verlieren Nachtarbeiter effektiv eine Stunde. Arbeitgeber dürfen diese "fehlende" Zeit nicht einfach nachfordern, es sei denn, es gibt eine vorherige Vereinbarung. Das Bundesarbeitsgericht hat bestätigt, dass Unternehmen kein automatisches Recht haben, unbezahlte Arbeitsstunden einzufordern.

Anders verhält es sich bei der Zeitumstellung im Oktober 2026: Endet eine Schicht erst nach der Rückstellung der Uhr, können Arbeitgeber verlangen, dass Beschäftigte die zusätzliche Stunde bleiben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Allerdings hängt dies von individuellen Verträgen oder Tarifvereinbarungen ab. Ohne solche Regelungen darf Mehrarbeit nur angeordnet werden, wenn sie vergütet wird.

Für Stundenlöhnkräfte könnte die Umstellung im März zu einem schmaleren Gehalt führen – sofern ihr Vertrag die verlorene Stunde nicht ausgleicht. Festangestellte mit Monatsgehalt spüren dagegen keine direkten Auswirkungen, da ihr Einkommen unverändert bleibt. Die Extra-Stunde im Oktober kann bereits im Bruttolohn enthalten sein, auf ein Zeitkonto gebucht oder gesondert abgerechnet werden – je nach geltenden Bestimmungen.

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Die anstehenden Zeitumstellungen werden zeigen, wie Arbeitsverträge und Gesetze auf die Arbeitszeitregelungen anzuwenden sind. Stundenlöhnkräfte könnten Anpassungen bei der Bezahlung erleben, während Festangestellte voraussichtlich keine finanziellen Unterschiede bemerken werden. Arbeitgeber müssen sich an bestehende Vereinbarungen halten, sonst riskieren sie Streitigkeiten über unbezahlte Überstunden.

Quelle