19 April 2026, 06:26

1,9 Millionen Euro aus Parkuhrautomaten veruntreut: Kemptener Ehepaar vor Gericht

Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Rollladen mit Text im Hintergrund und einem näheren Müllcontainer.

1,9 Millionen Euro aus Parkuhrautomaten veruntreut: Kemptener Ehepaar vor Gericht

Ein 40-jähriger städtischer Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau stehen in Kempten vor Gericht, weil sie fast 1,9 Millionen Euro aus kommunalen Parkuhrautomaten veruntreut haben sollen. Das betrügerische System funktionierte über ein Jahrzehnt lang, bis verdächtige Banktransaktionen im November 2025 zu ihrer Festnahme führten.

Der Mann entwendete systematisch Bargeld aus den Parkuhrautomaten, während er für die Stadt arbeitete. Seine Frau wusch das Geld anschließend, indem sie es auf ihre Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte. Jahre lang blieben ihre Machenschaften unentdeckt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Erst als eine Bank ungewöhnliche Bewegungen auf den Konten des Paares meldete, kam es zu Ermittlungen. Die Behörden nahmen beide Angeklagten fest, die seitdem in Untersuchungshaft sitzen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder.

Als Reaktion auf den Betrug ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhrautomaten austauschen und übertrug die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen. Der Prozess dauert noch an, während die Ermittler das volle Ausmaß der Veruntreuung aufklären.

Der Fall hat langjährige Schwachstellen im Parkgebührensystem der Stadt offenbart. Da die Angeklagten weiterhin in Haft sind, muss das Gericht nun entscheiden, ob die vollen 1,9 Millionen Euro zurückerlangt werden können. Neue Sicherheitsvorkehrungen wurden bereits eingeführt, um künftige Vorfälle zu verhindern.

Quelle