19 March 2026, 10:42

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultsymbole aus

Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf der Straße spielen und Taschen tragen, mit Bäumen, Gebäuden und einem geparkten Fahrzeug im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultsymbole aus

Mehrere bayerische Städte haben begonnen, herkömmliche Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole zu ersetzen. Die Initiative soll die regionale Identität feiern und gleichzeitig den städtischen Straßen eine kreative Note verleihen. München machte im frühen Jahr 2025 den Anfang, gefolgt von Nürnberg und anderen Orten mit eigenen, einzigartigen Entwürfen.

München war die erste Stadt, die thematische Ampeln einführte – im Stadtteil Lehel wurden drei Verkehrssignale mit Motiven des Pumuckl installiert. Die roten und grünen Figuren zeigen nun den schelmischen Kobold aus den beliebten Kinderbüchern. Nürnberg zog im Februar 2026 nach und präsentierte in der Äußeren Laufer Gasse eine Fußgängerampel mit Albrecht Dürers Feldhasen.

Andere Städte übernahmen schnell den Trend: In Dachau leuchten nun Ampelfiguren in traditioneller bayerischer Tracht, während Straubing Bruder Straubinger, eine lokale Kultfigur, abbildet. Deggendorf ging noch einen Schritt weiter und installierte eine Ampel mit einer Frau, die Knödel wirft – eine Hommage an die regionale Küche. Auch Augsburg beteiligte sich und erhielt vom Regierungsbezirk Schwaben eine Sondergenehmigung, um Kasperl, eine klassische Puppenfigur, zu zeigen.

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Nicht alle Vorschläge setzten sich durch: Hofs Plan, ein Symbol für den Wärschtlamo – einen Würstchenverkäufer – einzuführen, wurde zunächst aus Verkehrssicherheitsbedenken blockiert. Das bayerische Innenministerium äußerte wiederholt Vorbehalte und argumentierte, dass standardisierte Designs für Klarheit sorgen und Verwirrung vermeiden. Trotzdem setzten Städte wie Dachau ihre Projekte um und investierten rund 300 Euro in Schablonen und Grafikdesign, um ihre thematischen Ampeln zu realisieren.

Der Trend zu kreativen Ampeln spiegelt den wachsenden Wunsch wider, lokalen Stolz zu zeigen. Zwar gab es bei manchen Entwürfen bürokratische Hürden, doch die Städte finden weiterhin Wege, Tradition mit alltäglicher Infrastruktur zu verbinden. Fürs Erste können Fußgänger in Bayern an Zebrastreifen also mit weiteren kulturellen Überraschungen rechnen.

Quelle