Bremens Golden Shop überrascht mit Weimer-Porträt statt Provokation
Tatjana ReinhardtBremens Golden Shop überrascht mit Weimer-Porträt statt Provokation
Die Buchhandlung Golden Shop in Bremen hat eine auffällige Neugestaltung ihrer Fassade erhalten. Ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer prägt nun das Schaufenster, begleitet von seinen schriftstellerischen Werken und persönlichen Zitaten.
Ursprünglich sollte der Laden mit 15.000 Euro als „herausragende Buchhandlung“ vom Jury des Deutschen Buchhandlungspreises ausgezeichnet werden. Doch Kulturminister Wolfram Weimer schloss den Golden Shop von der Preisvergabe 2026 aus.
Am Samstagnachmittag brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Giebelseite des Gebäudes an. Die neue Gestaltung ersetzt einen früheren Spruch: „Deutschland verrecke bitte“ („Deutschland, bitte gehe zugrunde“). Inhaberin Ausma Zvidrina bestätigte, dass der Laden Weimers Bücher künftig nicht mehr führen werde.
Auf die Frage, ob die Umgestaltung eine offizielle Distanzierung von linksextremen Positionen bedeute, lachte Zvidrina nur. Die Fassade zeigt nun prominent Weimers Porträt sowie handschriftliche Zitate des Ministers.
Mit der neuen Schaufenstergestaltung hat der Golden Shop sein öffentliches Image gewandelt. Die Entscheidung, Weimers Werke nicht mehr anzubieten, bleibt bestehen. Die Aberkennung des Preises und die Neugestaltung markieren eine deutliche Wende für die Buchhandlung.






