Cadolzburg diskutiert über Vorsorge für das Trinkwassernetz – doch es gibt keine Engpässe
Oscar KabusCadolzburg diskutiert über Vorsorge für das Trinkwassernetz – doch es gibt keine Engpässe
In Cadolzburg ist eine öffentliche Debatte über die kommunale Wasserversorgung entbrannt. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Vorsorgemaßnahmen für das Trinkwassernetz – nicht etwa tatsächliche Engpässe. Die Behörden betonen, das Wasser in der Stadt bleibe sicher und stehe uneingeschränkt zur Verfügung.
Die Gemeinde hat eine umfassende Überprüfung der Wasser- und Abwassersysteme eingeleitet. Unter der Leitung des neuen Werkleiters Burkhard Bittner wird der Prozess sechs bis zwölf Monate dauern. Ziel ist es, die Anlagen zu modernisieren und mögliche Risiken zu bewerten.
Die Stadtwerke Cadolzburg und die Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler haben Befürchtungen vor langfristigen Wasserknappheiten zurückgewiesen. Eine akute Gefahr bestehe nicht, versichern sie. Stattdessen liege der Fokus auf der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und der Verbesserung der Infrastruktur.
Für Kleingärtner ergibt sich die Problematik aus Schutzmaßnahmen für das öffentliche Netz. Die Stadt arbeitet an vorübergehenden Lösungen für die Versorgung sowie an einer dauerhaften Regelung. Zudem werden die örtlichen Satzungen überarbeitet, um bürgerfreundlicher zu gestalten – ohne dass Gebührenerhöhungen geplant sind.
Für die Zukunft plant der kommunale Versorger Projekte zur Stärkung der Infrastruktur. Dazu gehören die Erschließung neuer Wasserquellen und die Reaktivierung alter Brunnen. Die Überprüfung soll die Systeme auf den aktuellen Stand bringen und gleichzeitig öffentliche Bedenken ausräumen. Sowohl vorübergehende als auch dauerhafte Lösungen für die Kleingärten sind in Arbeit. Die Stadt betont, das Trinkwasser bleibe weiterhin sicher und zugänglich.
