China setzt auf deutschen Hochgeschwindigkeits-Schleifzug für sein Schienennetz der Zukunft
Eileen SontagChina setzt auf deutschen Hochgeschwindigkeits-Schleifzug für sein Schienennetz der Zukunft
China hat Vossloh den Zuschlag für die Lieferung eines neuen Hochgeschwindigkeits-Schleifzugs erteilt. Der im März 2026 erteilte Auftrag markiert einen weiteren Schritt des Landes im Ausbau moderner Schieneninstandhaltung. Der Zug wird in Hamburg gebaut und soll bis zum Sommer 2027 ausgeliefert werden, um Chinas ausgedehntes Hochgeschwindigkeitsnetz zu unterstützen.
Das Geschäft unterstreicht Chinas Fokus auf präventive Instandhaltung, um das reibungslose Funktionieren seines 50.000 Kilometer langen Schienennetzes zu gewährleisten. Angesichts der Pläne, das Netz bis 2035 auf über 70.000 Kilometer auszubauen, wird solche Technologie zunehmend unverzichtbar.
Der Vertrag umfasst einen Schleifzug vom Typ HSG-2, der speziell für die vorbeugende Schienenpflege konzipiert ist. Dieser Ansatz reduziert den Verschleiß der Gleise und verbessert gleichzeitig Sicherheit und Verfügbarkeit im gesamten Netz. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 42.000 Kilometer chinesischer Strecken mit Hochgeschwindigkeits-Schleifbehandlungen instand gehalten.
Die Technologie von Vossloh kommt bereits in zwölf der eighteen regionalen Eisenbahnverwaltungen Chinas zum Einsatz. Allerdings haben seit 2013 keine dieser Betreibergesellschaften neue Schleifzüge eingeführt. Der jüngste Auftrag, der am 16. März 2026 bestätigt wurde, sieht vor, dass das Modell HSG-2 zur Wartung des weltweit größten Hochgeschwindigkeitsnetzes eingesetzt wird.
Chinas Strategie setzt zunehmend auf Prävention statt auf reaktive Reparaturen. Durch Investitionen in moderne Schleifzüge strebt das Land an, die Lebensdauer seiner Infrastruktur zu verlängern und Störungen zu minimieren. Die neue Ausrüstung wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, diese langfristigen Zuverlässigkeitsziele zu erreichen.
Der HSG-2-Zug wird bis Mitte 2027 in China eintreffen und eine Flotte verstärken, die bereits einen beträchtlichen Teil des nationalen Netzes bedient. Sein Einsatz wird die ehrgeizigen Expansionspläne des Landes unterstützen und den Wandel hin zu einer proaktiven Instandhaltung festigen. Mit 50.000 Kilometern Schienen in Betrieb und weiterem Wachstum in Aussicht bleibt solche Technologie unverzichtbar, um den Betrieb effizient und sicher zu gestalten.






