EU-Reform revolutioniert Energieeffizienzklassen: Was Hausbesitzer jetzt wissen müssen
Tatjana ReinhardtEU-Reform revolutioniert Energieeffizienzklassen: Was Hausbesitzer jetzt wissen müssen
Große Reform der Energieeffizienzklassen für Gebäude steht in der EU bevor
Die bekannte Skala von A+ bis H wird durch ein einfacheres System von A bis G ersetzt – das soll länderübergreifende Vergleiche erleichtern. Gleichzeitig werden strengere Vorschriften eingeführt, darunter Bußgelder bei Verstößen und neue Pflichten für Solaranlagen.
Ab Mai 2026 gelten in der gesamten EU Energieausweise mit der neuen A-bis-G-Einstufung. Klasse A bleibt dabei Gebäuden ohne CO₂-Emissionen vorbehalten, während Klasse G die 15 % der ineffizientesten Immobilien umfasst. In Deutschland könnten rund 20 % der am schlechtesten bewerteten Gebäude – vor allem in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen, Thüringen und Brandenburg – in die Kategorie G fallen.
Die Bundesregierung passt ihre Gesetze an die EU-Vorgaben an: Das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) abgelöst. Künftig sind Energieausweise bei Mietvertragsverlängerungen und größeren Sanierungen Pflicht, Verstöße können mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Um Modernisierungen zu fördern, führt der Staat einen "Gebäudesanierungspass" ein, der Eigentümern eine schrittweise Sanierungsplanung bietet. Gleichzeitig könnte sich der Markt verändern: Gebäude der Klasse A könnten an Wert gewinnen, während Immobilien der Klasse G mit einem "Braunen Abschlag" rechnen müssen. Bis 2030 müssen alle Neubauten in der EU emissionsfrei sein, Solaranlagen werden schrittweise zur Pflicht.
Ziel der Reform ist eine vereinfachte Energiebewertung und mehr Effizienz. Ältere Energieausweise nach GEG könnten an Gültigkeit verlieren, sobald die neue Skala greift. Mit schärferen Regeln und finanziellen Anreizen wird die Reform den Immobilienmarkt in der EU nachhaltig prägen.






