24 March 2026, 08:29

Evonik profitiert vom Methionin-Mangel – Aktie steigt und Dividende lockt

Eine Balkendiagramm-Illustration der europäischen Kunststoffmärkte Trends im Jahr 2017, begleitet von erklärendem Text.

Evonik profitiert vom Methionin-Mangel – Aktie steigt und Dividende lockt

Evoniks Aktienkurs steigt stark – angetrieben von globalem Methionin-Mangel

In den vergangenen Wochen ist der Aktienkurs von Evonik deutlich gestiegen, begünstigt durch einen weltweiten Engpass bei Methionin. Die Versorgungsknappheit resultiert aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und kehrt frühere Befürchtungen eines Preisverfalls um. Gleichzeitig hat das Unternehmen neue Produkte auf den Markt gebracht und seine Finanzpolitik angepasst, um Investoren zu gewinnen.

Noch vor der aktuellen Knappheit war der Methionin-Markt von Unsicherheit geprägt. Analysten hatten mit einer Normalisierung der Preise gerechnet, doch Lieferstörungen in Asien drehten die Lage um. Evonik, einer der größten Hersteller, profitiert nun von der angespannten Versorgungslage und stabilen Energiepreisen. Dies sollte die EBITDA-Margen in der Futtermittelsparte verbessern.

Als Reaktion auf die Marktveränderung hat Evonik die Preise angehoben. Kürzlich trat eine globale Erhöhung um 10 % für die Marke MetAMINO® in Kraft. Der Schritt folgt der steigenden Nachfrage und den belasteten Lieferketten.

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Über Methionin hinaus modernisiert das Unternehmen sein Produktportfolio. Eine neue, PFAS-freie Anti-Graffiti-Beschichtung wurde eingeführt, die strengere Umweltvorschriften erfüllt. Dies passt zu den umfassenderen Bestrebungen, das Sortiment zukunftsfähig zu gestalten.

Finanziell verzeichnete Evonik für 2025 eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 6,1 %. Dies bleibt hinter dem mittelfristigen Ziel von 11 %, das sich das Management gesetzt hat, zurück. Dennoch hat das Unternehmen eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie für das Jahr beschlossen. Ab 2026 wird zudem eine neue Ausschüttungspolitik gelten, nach der 40 % bis 60 % des bereinigten Nettoergebnisses an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.

Das institutionelle Interesse bleibt hoch. Erst kürzlich meldete Goldman Sachs eine Stimmrechtsmitteilung an – ein Zeichen für anhaltendes Vertrauen in das Unternehmen.

Die Preiserhöhung bei Methionin und die stabile Kostenlage dürften die Erträge von Evonik kurzfristig stützen. Die neue Dividendenpolitik und Produktinnovationen könnten die Attraktivität für Investoren weiter steigern. Vorerst hängt die Performance des Unternehmens davon ab, ob es seine Versorgungsvorteile halten und die finanziellen Ziele erreichen kann.

Quelle