26 March 2026, 12:30

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren für 2026

Plakat, das kostenlose Zugang zu über 1.000 Coursera-Kursen für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren für 2026

Die Universität Freiburg hat für das Sommersemester 2026 die Studiengebühren für etwa 50 iranische Studierende erlassen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender finanzieller Belastungen für Studierende aus dem Iran, die durch die eskalierende Lage in ihrem Heimatland verursacht werden. Behörden prüfen nun breiter angelegte Lösungen, um betroffene Studierende in der gesamten Region zu unterstützen.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter Bedingungen im Iran, wodurch viele Studierende keinen Zugang mehr zu finanzieller Unterstützung aus ihrer Heimat haben. Ohne diese Rückendeckung ist die Begleichung der regulären Semestergebühr von 1.500 Euro – die für internationale Studierende aus Drittstaaten in Baden-Württemberg fällig wird – für einige nicht mehr leistbar. Die Universität handelte dabei im Rahmen bestehender Regelungen, die Gebührenbefreiungen in Fällen akuter Notlagen vorsehen. Sämtliche relevanten Anträge wurden zügig bearbeitet und bewilligt.

Auch über Freiburg hinaus leisten die Studierendenwerke Nothilfe: Härtefallfonds und weitere Unterstützungsangebote werden für Betroffene bereitgestellt. Gleichzeitig hat Wissenschaftsministerin Petra Olschowski alle Hochschulen des Landes aufgefordert, praktikable Wege zu finden, um die betroffenen Studierenden zu entlasten.

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Die Situation hat zudem die politische Debatte neu entfacht. Einige Stimmen fordern nun die vollständige Abschaffung der Studiengebühren für internationale Studierende – mit dem Argument, dass eine solche Reform in zukünftigen Krisen ein stärkeres Sicherheitsnetz bieten würde.

Der Gebührenerlass in Freiburg mildert zwar den unmittelbaren Druck auf die betroffenen iranischen Studierenden. Doch erst durch Notfallfonds und mögliche politische Kurswechsel könnte weitere Entlastung für internationale Studierende in ähnlichen Lagen geschaffen werden. Bis dahin passen Hochschulen und Unterstützungsdienste ihre Maßnahmen weiterhin an die sich entwickelnde Situation an.

Quelle