Grüne fordern neues Klimaschutzprogramm nach Rekordhitze und warnen vor Folgen
Oscar KabusGrüne fordern neues Klimaschutzprogramm nach Rekordhitze und warnen vor Folgen
Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, nach der rekordverdächtigen Hitzewelle ein neues Klimaschutzprogramm auf den Weg zu bringen. Die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, warnte vor den wachsenden Folgen extremer Wetterereignisse für die Klimaziele und die Wirtschaft.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dts betonte Badum, dass die aktuelle Hitzewelle aufgrund der Klimakrise vier Grad intensiver ausfalle. Zudem argumentierte sie, dass die Nutzung von Öl- und Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus verfassungswidrig wäre. Kritik übte sie an der SPD, die das Gebäudeenergiegesetz verabschiedet habe – dies untergrabe ihrer Ansicht nach die Klimaziele.
Badum forderte Bundesminister Carsten Schneider auf, seine Klimaschutzpläne zu überarbeiten, um sie gerechter und wirksamer zu gestalten. Schneider hatte zuvor in einem Zeitungsinterview steigende Temperaturen als ernsthafte wirtschaftliche Gefahr bezeichnet. Zudem verwies er auf die schweren wirtschaftlichen Schäden durch die Hitzewelle – ein Punkt, den Badum als positiven Schritt würdigte.
Besonders besorgt zeigte sich Schneider über Wasserknappheit und deren Auswirkungen auf Umwelt und wirtschaftliche Stabilität.
Die Forderungen der Grünen kommen zu einer Zeit, in der extreme Wetterereignisse den Druck auf die deutsche Klimapolitik weiter erhöhen. Badums Appell zur Handlung spiegelt die breiter werdende Sorge wider, dass stärkere Maßnahmen nötig sind, um rechtliche und ökologische Verpflichtungen zu erfüllen.
