Koblenz will historische Festungen zu lebendigen Kulturorten verwandeln – doch das Geld fehlt
Eileen SontagKoblenz will historische Festungen zu lebendigen Kulturorten verwandeln – doch das Geld fehlt
Der Koblenzer Stadtrat hat einen ehrgeizigen Vorschlag erhalten, drei historische Festungen in bedeutende Kultur- und Begegnungsstätten umzuwandeln. Das Vorhaben soll den Forts Asterstein, Kaiser Franz und Großfürst Konstantin neues Leben einhauchen. Jeder Standort würde dabei eine eigene Funktion übernehmen – doch die Finanzierung bleibt eine zentrale Hürde.
Der ausführlichste Teil des Konzepts betrifft das Fort Asterstein. Es soll zu einer „Oase der Einkehr“ mit einer Akademie für Rückzug, Reflexion und kollaboratives Lernen werden. Die geschätzten Kosten für diese Umgestaltung belaufen sich auf 20 Millionen Euro.
Das Fort Großfürst Konstantin, oft einfach Fort Konstantin genannt, soll als „Genussberg“ neu erfunden werden. Hier würden regionale Kultur, lokale Küche und kreative Innovationen verschmelzen. Allerdings hängt das Projekt davon ab, einen Betreiber zu finden, der bereit ist, die Umsetzung über langfristige Mietzahlungen zu finanzieren.
Die Feste Kaiser Franz ist als „Nachbarschaftszentrum“ mit verschiedenen öffentlichen Einrichtungen vorgesehen. Anders als bei den anderen beiden Standorten gibt es für diesen Teil des Vorhabens bisher jedoch keine konkrete Finanzierungsquelle.
Die Bundesregierung hat bis zu 5 Millionen Euro Unterstützung zugesagt. Doch der Stadt Koblenz fehlen derzeit eigene Mittel, um die Initiative voranzutreiben. Die Verantwortlichen betonen, dass man offen für externe Investoren sei, um die Vision zu verwirklichen.
Gelingt das Projekt, würden aus drei ungenutzten Festungen lebendige öffentliche Räume entstehen. Nun sucht die Stadt Partner, die die verbleibenden Kosten übernehmen und die Pläne Realität werden lassen. Ohne zusätzliche Finanzierung jedoch könnten die Vorschläge auf dem Papier bleiben.






