Koblenzer Gymnasium setzt auf Geothermie und Wärmepumpen für klimaneutrale Wärmeversorgung
Oscar KabusKoblenzer Gymnasium setzt auf Geothermie und Wärmepumpen für klimaneutrale Wärmeversorgung
In Koblenz wird die Heizungsanlage des Görres-Gymnasiums auf ein klimafreundliches System aus Geothermie und Wärmepumpen umgestellt. Das Vorhaben ist Teil des bundesweiten KIPKI-Programms, das seit 2020 bereits rund 1.200 Schulen und öffentliche Gebäude modernisiert hat. Für die Arbeiten stehen Fördermittel in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro bereit, koordiniert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).
Das neue System umfasst zwei Sondenfelder mit insgesamt 36 Erdwärmesonden, die jeweils rund 150 Meter in die Tiefe reichen. Zwei Wärmepumpen wurden bereits im historischen Heizungskeller der Schule installiert. Nach Fertigstellung wird die Anlage die Abhängigkeit des Gymnasiums vom Fernwärmenetz vollständig beenden.
Während der Bauarbeiten stießen die Arbeiter auf einen historischen Gewölbekeller und einen unerwarteten unterirdischen Hohlraum. Beide wurden dokumentiert und gesichert, bevor die Arbeiten fortgesetzt wurden. Zudem wird ein Verdachtsfall auf nicht explodierte Kriegsmunition, der bei vorläufigen Bodenuntersuchungen aufgefallen war, weiter geprüft.
Der letzte Abschnitt des Sondenfelds soll während der Osterferien 2026 fertiggestellt werden. Bis Ende September desselben Jahres soll die gesamte Anlage betriebsbereit sein. Laut Schätzungen der Verantwortlichen wird sie jährlich rund 651.000 Kilowattstunden Endenergie einsparen und den CO₂-Ausstoß um etwa 100 Tonnen pro Jahr reduzieren.
Das Projekt ist Teil der übergeordneten KIPKI-Initiative, die seit 2020 öffentliche Gebäude in ganz Deutschland mit nachhaltigen Heizlösungen ausstattet. Die genauen Zahlen variieren je nach Bundesland, doch bis Ende 2025 sollen rund 1.200 Einrichtungen modernisiert sein.
Die Umrüstung des Görres-Gymnasiums macht die Schule vollständig unabhängig vom Fernwärmenetz. Im Betrieb wird die Anlage voraussichtlich erhebliche Energieeinsparungen und geringere CO₂-Emissionen bewirken. Die Stadt erwartet, dass das neue System eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Wärmeversorgung des Gebäudes darstellt.






