Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Warum der Flughafen Hahn in der Schwebe bleibt
Tatjana ReinhardtLandtagswahl in Rheinland-Pfalz: Warum der Flughafen Hahn in der Schwebe bleibt
Rheinland-Pfalz wählt am 22. März 2024 einen neuen Landtag – die Zukunft des Flughafens Hahn bleibt eine offene Frage
Am 22. März 2024 findet in Rheinland-Pfalz die Landtagswahl statt. Eine der anstehenden Entscheidungen für die Wählerinnen und Wähler betrifft die Zukunft des Flughafens Hahn, des größten kommerziellen Flughafens der Region. Trotz seiner Bedeutung steht das Thema Verkehr für die meisten jedoch weit hinten auf der Prioritätenliste: Nur 15,8 Prozent der Wähler nennen es einen zentralen Wahlfaktor.
Der Flughafen Hahn entstand 1993 aus einem umgebauten US-Militärstützpunkt. Seine Geschichte war wechselvoll, doch in den letzten Jahren stabilisierte sich die Lage unter dem Eigentümer Triwo AG mit Sitz in Trier. 2023 fertigte der Flughafen rund 2,2 Millionen Passagiere ab und schlug 107.000 Tonnen Fracht um – damit zählt er zu den fünf wichtigsten Fracht-Drehkreuzen Deutschlands.
Doch seine Rolle in der Verkehrsplanung des Landes wird von der Nähe zum Frankfurter Flughafen im Nachbarland Hessen überschattet. Zwar ist Hahn der größte kommerzielle Flughafen Rheinland-Pfalz', doch seine Zukunft bleibt ungewiss. Keine der im Landtag vertretenen Parteien hat bisher klare Pläne für seine Weiterentwicklung, Lärmminderung oder Frachtlogistik vorgelegt.
Die amtierende Landesregierung, eine Ampelkoalition unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer (seit 2016 im Amt), strebt eine weitere Amtszeit an. Doch im Wahlkampf spielt der Flughafen Hahn kaum eine Rolle. Aus den Unterlagen der Parteien gehen keine detaillierten Konzepte für die künftige Ausrichtung des Flughafens hervor – seine langfristige Strategie bleibt damit vage.
Die Wahl wird entscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren die Politik Rheinland-Pfalz' prägt. Die Zukunft des Flughafens Hahn, obwohl für die Luftfahrtbranche von zentraler Bedeutung, findet in den Debatten der Kampagne nur wenig Beachtung. Ohne konkrete Pläne der Parteien wird sich der weitere Weg des Flughafens an den Prioritäten der nächsten Regierung orientieren müssen.






