20 March 2026, 16:28

Mainz verliert zwei Traditionsgeschäfte – was kommt nach Wirth und Listmann?

Ein belebter Stadtmarkt mit einem "Stadtmarkt jetzt offen"-Schild, umgeben von Gebäuden, Schildern, Geländern, Pflanzen, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Mainz verliert zwei Traditionsgeschäfte – was kommt nach Wirth und Listmann?

Zwei bekannte Geschäfte in Mainz haben endgültig ihre Türen geschlossen. Der Kinderladen Wirth und das Kaufhaus Listmann stellten bis Ende 2025 ihren Betrieb ein und hinterlassen eine spürbare Lücke in der Mainzer Fuststraße. Die Verluste werden als herber Rückschlag für den lokalen Einzelhandel gewertet – bisher gibt es keine neuen Unternehmen, die die frei gewordenen Flächen übernehmen könnten.

Die Schließungen von Kinderladen Wirth und Listmann markieren das Ende einer Ära für die Mainzer Innenstadt. Der traditionelle Spielwarenladen Wirth hatte zunehmend mit dem Wandel der Einkaufsgewohnheiten zu kämpfen, da Kunden vermehrt auf Online-Handel statt stationäre Läden setzten. Listmann hingegen war ein florierendes Geschäft – der Inhaber betonte, dass die Entscheidung zur Schließung aus persönlichen familiären Gründen und nicht aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfolgte.

Oberbürgermeister Nino Haase bezeichnete die Schließungen als "schmerzhaft" und unterstrich, dass beide Häuser als "wichtige Ankerpunkte" für das Viertel fungiert hätten. Als Reaktion schlug er dem Stadtrat vor, das Gelände in der Fuststraße zu einer lebendigen Attraktion umzugestalten, um der Innenstadt neuen Schwung zu verleihen.

Die Zukunft der beiden Standorte gestaltet sich nun sehr unterschiedlich. Das Listmann-Gebäude hat bereits großes Interesse bei potenziellen Mietern geweckt – noch am Tag nach der Bekanntgabe der Schließung gingen zahlreiche Anfragen ein. Beim Wirth-Standort hingegen ist die Lage ungewisser. Eine lokale Initiative, dort eine Bibliothek einzurichten, scheint aufgrund baulicher Einschränkungen unwahrscheinlich, sodass die Stadt nun nach anderen kommunalen oder gewerblichen Nutzungsmöglichkeiten sucht.

Vorerst bleiben die leeren Schaufenster eine Mahnung für den Wandel im Mainzer Einzelhandel. Während der Listmann-Standort mit mehreren Interessenten Hoffnung macht, fehlen für Wirth noch konkrete Pläne. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, die Lücke zu füllen, die zwei langjährige Unternehmen hinterlassen haben.

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