Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch strebt erneute Amtszeit als Aufsichtsratschef an
Reinhild HänelPötsch bleibt VW-Oberaufsichtsrat - Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch strebt erneute Amtszeit als Aufsichtsratschef an
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat vorgeschlagen, Hans Dieter Pötsch als Vorsitzenden wiederzuwählen. Die Nominierung erfolgt im Vorfeld der für Juni geplanten Hauptversammlung des Automobilkonzerns. Pötsch, der das Amt seit über einem Jahrzehnt innehat, strebt nun eine weitere Amtszeit an der Spitze an.
Pötsch stieg 2003 bei Volkswagen als Finanzvorstand ein. Drei Jahre später übernahm er den Vorsitz im Aufsichtsrat, bevor er 2015 die vollständige Führung des Gremiums von Wolfgang Porsche übernahm. Seine Amtszeit war geprägt von der Bewältigung des Diesel-Abgasskandals sowie der Einführung der Zukunftsstrategie TOGETHER 2025, die den Fokus auf Elektrofahrzeuge und die digitale Transformation legte.
Im Rahmen dieses Plans strebt Volkswagen die Markteinführung von 75 rein elektrischen Modellen bis 2025 an. Pötsch trieb zudem die Softwareentwicklung voran, was 2020 zur Gründung von CARIAD führte. Obwohl er sich 2023 aus der operativen Führung zurückzog, bleibt sein Einfluss auf Nachhaltigkeit und Technologie bis mindestens 2026 spürbar.
Nun hat Pötsch erklärt, das Unternehmen auch weiterhin durch schwierige Phasen begleiten zu wollen. Sein Ziel ist es, Volkswagen widerstandsfähig gegen künftige Herausforderungen zu machen.
Die endgültige Abstimmung über seine Wiederwahl findet auf der Hauptversammlung am 18. Juni statt. Dort entscheiden die Aktionäre, ob seine Amtszeit als Vorsitzender verlängert wird.
Falls Pötsch wiedergewählt wird, wird er weiterhin die langfristige Ausrichtung Volkswagens prägen. Sein Fokus bleibt darauf gerichtet, die Krisenfestigkeit des Konzerns zu stärken. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung.






