25 March 2026, 08:29

Mercedes-Benz setzt auf Rabatte und Hybridmodelle wegen schwacher E-Auto-Nachfrage in den USA

Plakat, das einen Steuerbonus von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs (EV) im Jahr 2023 bewirbt, mit einem Bild eines Autos.

Mercedes-Benz setzt auf Rabatte und Hybridmodelle wegen schwacher E-Auto-Nachfrage in den USA

Mercedes-Benz kämpft mit schwacher Nachfrage nach Luxus-Elektroautos in den USA – und setzt auf hohe Rabatte und Hybridmodelle

Die schwache Nachfrage nach seinen Luxus-Elektrofahrzeugen in den USA zwingt Mercedes-Benz zu drastischen Preisnachlässen. Händler bieten mittlerweile bis zu 25.000 US-Dollar Rabatt auf den elektrischen Maybach EQS und 10.000 US-Dollar auf den E-G 580 an. Gleichzeitig verlagert der Konzern seinen Fokus auf Hybridmodelle wie den neuen GLB, um die schwache Entwicklung im Elektrosegment auszugleichen.

Bereits im März 2026 hatte Mercedes-Benz in den USA ein Rabattprogramm gestartet, um die nachlassenden Absatzzahlen seiner E-Flotte anzukurbeln. Der Maybach EQS, die Luxusvariante des EQS, wird nun mit Händlerrabatten von bis zu 25.000 Dollar angeboten, während der E-G 580 mit einer verdoppelten Prämie von 10.000 Dollar beworben wird. Die Maßnahmen kommen zu einer Zeit, in der der Premium-Elektromarkt insgesamt schwächelt – sowohl Mercedes als auch Audi verzeichnen eine geringere Nachfrage als erwartet.

Doch die Strategieänderung beschränkt sich nicht auf Rabatte. Das Unternehmen setzt verstärkt auf den GLB, ein Mild-Hybrid-Modell, das in Deutschland bereits erhältlich ist und Anfang 2027 in den USA auf den Markt kommen soll. Ausgestattet mit dem Mercedes-eigenen Betriebssystem MB.OS und der KI-gestützten MBUX-Integration in Kooperation mit Microsoft und Google unterstützt der GLB zudem Over-the-Air-Updates, um Händlerkosten zu senken und die Rentabilität zu steigern.

Die Anleger beobachten die Entwicklungen mit Spannung vor der Hauptversammlung am 16. April 2026. Im Mittelpunkt der Aktionäre stehen dabei die Dividendenentscheidungen angesichts der Herausforderungen in China und der insgesamt schwachen E-Auto-Nachfrage. Analysten sehen das Kursziel für die Mercedes-Benz-Aktie derzeit bei durchschnittlich 62,47 Euro – rund 9 Prozent über dem aktuellen Wert. Dennoch notiert der Kurs 16 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und hat seit Januar etwa 16 Prozent verloren.

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Auf der anstehenden Hauptversammlung im April wird die weitere Ausrichtung des Konzerns genau unter die Lupe genommen. Angesichts der schwachen E-Auto-Nachfrage und des unter Druck stehenden Aktienkurses passt Mercedes-Benz seine Strategie an: mit dem verstärkten Angebot an Hybridmodellen und deutlichen Preisnachlässen. Ob der GLB und die künftige E-Strategie den Marktauftritt des Unternehmens im kommenden Jahr prägen werden, bleibt abzuwarten.

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