Niedersachsen senkt CO₂-Ausstoß auf Rekordtief – doch der Rechnungshof warnt vor Rückschlägen
Oscar KabusNiedersachsen senkt CO₂-Ausstoß auf Rekordtief – doch der Rechnungshof warnt vor Rückschlägen
Niedersachsen macht große Fortschritte bei der Verringerung seines CO₂-Fußabdrucks
2023 verzeichnete das Land einen historischen Tiefstand bei den energiebedingten CO₂-Emissionen: Mit 51,6 Millionen Tonnen lag der Ausstoß 9,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Landesrechnungshof fordert in seinem jüngsten Jahresbericht nun noch größere Anstrengungen im Klimaschutz.
Seit 1990 hat Niedersachsen seine CO₂-Emissionen bereits um 32,9 Prozent reduziert. Im vergangenen Jahr gab es zudem Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen, und die Photovoltaik-Kapazität wurde auf etwa 10,5 Gigawatt ausgebaut. Das Ziel: Bis 2025 soll der gesamte Strombedarf des Landes aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
Ein weiterer Meilenstein könnte das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG werden. Vollständig umgesetzt, könnte es die Emissionen um jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen senken. Umweltminister Christian Meyer begrüßte den Appell des Rechnungshofs für mehr Klimaschutz, kritisierte jedoch geplante Änderungen bei der Wärmeplanung und im Gebäudeenergiegesetz als verunsichernd.
Meyer warnte zudem vor möglichen Bundespolitik-Entscheidungen, die er als Risiko für Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro in Niedersachsen einstuft.
Der Bericht des Landesrechnungshofs zeigt sowohl Erfolge als auch Herausforderungen auf. Während Niedersachsen ehrgeizige Klimaziele verfolgt, bleibt der Fortschritt von kontinuierlichen Investitionen und stabilen regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig.






