Videoüberwachung als Pilotprojekt in Pirmasens geplant - Pirmasens testet Videoüberwachung am umstrittenen Exerzierplatz
In Pirmasens soll auf dem Exerzierplatz, einem Platz mit bekannten Sicherheitsproblemen, eine Testphase für Videoüberwachung starten. Der Schritt folgt auf Gespräche zwischen Innenminister Michael Ebling, Stadtvertretern und der örtlichen Polizei zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in dem Gebiet. Die Behörden hoffen, dass die Kameras Vandalismus, illegale Müllentsorgung und andere Straftaten abschrecken sowie das Sicherheitsgefühl der Anwohner stärken werden.
Das Pilotprojekt entstand aus den von Minister Ebling geführten Beratungen, an denen auch Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) und weitere Verantwortliche teilnahmen. Zwick hatte den Exerzierplatz zuvor als "Brennpunkt" bezeichnet, bedingt durch wiederkehrende Vorfälle. Die Initiative ist Teil des übergeordneten Netzwerks "Sichere Stadt", das 2021 ins Leben gerufen wurde, um die Sicherheit in öffentlichen Räumen landesweit in Rheinland-Pfalz zu erhöhen.
Vor der Umsetzung wird die Stadt die rechtlichen Vorgaben prüfen sowie mögliche Risiken der Überwachung bewerten. Wissenschaftler werden zudem die Auswirkungen des Projekts auf die Kriminalitätsstatistiken und die öffentliche Wahrnehmung untersuchen. Neben den Kameras sollen zusätzliche Maßnahmen wie eine verbesserte Beleuchtung die Sicherheit weiter steigern.
Ebling betonte, wie wichtig es sei, den Sicherheitsnutzen mit rechtlichen und ethischen Aspekten in Einklang zu bringen. Das Projekt dient als Modellversuch für ähnliche Vorhaben in der Region, auch wenn es keine vergleichbaren Daten zur Nutzung von Videoüberwachung in anderen deutschen Städten mit ähnlichen Herausforderungen in den letzten fünf Jahren gibt.
Der Test am Exerzierplatz wird Veränderungen bei Ordnungswidrigkeiten und dem Sicherheitsempfinden der Bürger erfassen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Auswertung und Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden künftige Entscheidungen über eine Ausweitung der Überwachung prägen. Bei Erfolg könnte das Modell auch in anderen Problemgebieten Rheinland-Pfalz' übernommen werden.






