20 April 2026, 14:33

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Medienkonzentration

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Medienkonzentration

Die Rheinische Post will ihre Reichweite durch die Übernahme mehrerer westfälischer Zeitungen und deren Digitalplattformen ausbauen. Wie Anfang März bekannt gegeben wurde, stärkt der Deal ihre Position in Nordrhein-Westfalen. Die Wettbewerbsbehörden prüfen die geplante Übernahme nun nach Kartellrecht.

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Die Rheinische Post hatte zu Beginn des März ihre Pläne zum Kauf der westfälischen Titel offenbart. Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, würde sie damit zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen. Dieser Schritt folgt einem übergeordneten Trend der Medienkonzentration, bei dem weniger, aber größere Verlage den Markt dominieren.

Das Bundeskartellamt wird die Fusion bewerten, doch seine Prüfung ist streng begrenzt. Die Behörde darf lediglich die Auswirkungen auf Leserzahlen und Werbeeinnahmen untersuchen. Gesetzlich ausgeschlossen ist eine Bewertung, wie der Deal die Vielfalt im Journalismus oder die redaktionelle Meinungsbreite verringern könnte.

Sobald die Übernahme vollzogen ist, wird sich die Medienkonzentration in Nordrhein-Westfalen weiter verstärken. Die Rheinische Post wird dann einen größeren Anteil der Tageszeitungen in der Region kontrollieren. Die regulatorische Genehmigung hängt nun allein von wettbewerbsrechtlichen Kriterien ab – nicht von der redaktionellen Vielfalt.

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