Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein – doch Regionalität boomt
Oscar KabusBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein – doch Regionalität boomt
Baden-Württemberg verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei Spargelimporten – die Einfuhren sanken um 18,3 Prozent. Gleichzeitig mussten die heimischen Landwirte leichte Ernteeinbußen hinnehmen. Dennoch steigt die Nachfrage nach regionalem grünem Spargel im Handel weiter an.
Im Jahr 2025 führte das Land rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel ein – 640 Tonnen weniger als im Vorjahr. Hauptlieferant blieb Spanien, das mit einem Anteil von 52,1 Prozent mehr als die Hälfte der Importe stellte. Weitere Bezugsquellen waren Mexiko, Italien, Peru und Griechenland.
Die starken Überschwemmungen und Ernteschäden in Spanien dürften maßgeblich zu den geringeren Importmengen beigetragen haben. Unterdessen begannen deutsche Spargelbauern 2025 früher als üblich mit der Ernte, was die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen verringert. Dennoch ging die Produktion in Baden-Württemberg um etwa zwei Prozent zurück und lag bei 8.442 Tonnen.
Deutschlandweit dominiert Spanien seit fünf Jahren konsequent den Spargelmarkt und deckt zwischen 60 und 70 Prozent der Importe ab. Peru und Griechenland konnten zwar ihren Marktanteil schrittweise ausbauen, doch Spaniens günstiges Klima und effiziente Lieferketten sichern dem Land weiterhin die Spitzenposition.
Obwohl der Pro-Kopf-Verzehr von Spargel in Baden-Württemberg leicht gesunken ist, wächst das Interesse des Handels an heimischem Grünspargel. Dieser Trend deutet auf veränderte Verbrauchervorlieben hin – selbst bei insgesamt schrumpfenden Importvolumina. Die Landwirte der Region stehen nun vor der Herausforderung, die lokale Nachfrage mit einer kleineren Ernte in Einklang zu bringen.