Spritpreise explodieren: Pendler und Arbeitnehmer kämpfen mit steigenden Kosten
Eileen SontagArbeitnehmerflügel fordert höhere Kilometergeldzuschläge wegen gestiegener Kraftstoffpreise - Spritpreise explodieren: Pendler und Arbeitnehmer kämpfen mit steigenden Kosten
Spritpreise in Deutschland steigen stark – Druck auf Pendler und Arbeitnehmer wächst
In den vergangenen drei Monaten sind die Spritpreise in Deutschland deutlich angestiegen und belasten damit Autofahrer sowie Berufstätige. Zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 stieg der Preis für Super E10 um 2 bis 3 Cent pro Liter, während Diesel um 3 Cent teurer wurde. Der Anstieg folgt auf den weltweiten Ölpreeisanstieg und die Spannungen im Nahen Osten – nun gibt es Forderungen an die Politik, die finanzielle Belastung für Pendler und Arbeitnehmer zu verringern.
Von Januar bis Februar 2026 kletterte der Preis für Super E10 von etwa 1,69 Euro pro Liter auf 1,75 bis 1,76 Euro. Auch Diesel verteuerte sich von 1,69 Euro auf 1,72 Euro pro Liter. Hintergrund ist der Anstieg des Brent-Ölpreises von 70 auf 80 US-Dollar pro Barrel, der unter anderem durch die eskalierenden Konflikte mit Beteiligung des Iran befeuert wird.
Als Reaktion darauf soll der Bundestag über einen Gesetzentwurf beraten, der die Preistreiberei an den Tankstellen eindämmen soll. Geplant sind unter anderem eine Beschränkung der Preisanpassungen auf einmal täglich sowie verschärfte Kartellregeln gegen große Mineralölkonzerne. Gleichzeitig fordern die Arbeitnehmergruppen in CDU und CSU höhere finanzielle Entlastungen für Beschäftigte.
Ihr zentraler Vorschlag: Die steuerfreie Kilometerpauschale für dienstliche Autofahrten soll von 30 Cent auf 38 Cent pro Kilometer angehoben werden. Dies könnte durch eine Aktualisierung des Bundesreisekostengesetzes oder eine Angleichung an die bestehende Pendlerpauschale umgesetzt werden. Zudem schlagen sie ein steuerfreies Mobilitätsgeld für Arbeitnehmer mit hohen Fahrtkosten vor, das von den Arbeitgebern mit minimalem bürokratischem Aufwand verwaltet werden soll.
Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, die Folgen der steigenden Spritkosten für Arbeitnehmer und Pendler abzufedern. Falls beschlossen, würden die erhöhte Kilometerpauschale und das Mobilitätsgeld direkte finanzielle Entlastung bringen. Die Bundestagsdebatte über Preiskontrollen und Kartellmaßnahmen könnte zudem langfristig beeinflussen, wie die Spritkosten in Zukunft geregelt werden.






