Tesla sichert deutsche Ingenieure mit Gehaltsplus und Aktien für Produktionsausbau
Reinhild HänelTesla sichert deutsche Ingenieure mit Gehaltsplus und Aktien für Produktionsausbau
Tesla hat Maßnahmen ergriffen, um die Produktion zu steigern und die Belegschaft eines kürzlich übernommenen deutschen Ingenieurbüros langfristig zu binden. Das Unternehmen hatte die Grohmann Engineering GmbH im November des vergangenen Jahres für rund 150 Millionen US-Dollar erworben. Nun strebt Tesla an, die Fahrzeugproduktion im kommenden Jahr deutlich auszuweiten.
Die Grohmann Engineering GmbH ist spezialisiert auf automatisierte Systeme für die Fahrzeugfertigung. Die Übernahme wurde im November 2016 abgeschlossen und kostete Tesla etwa 150 Millionen US-Dollar.
Tesla hatte bisher Schwierigkeiten, die eigenen Produktionsziele für das Massenmarktmodell Model 3 zu erreichen. Trotz dieser Rückschläge plant das Unternehmen weiterhin, die Produktion im nächsten Jahr auf 500.000 Fahrzeuge hochzufahren.
Um die Belegschaft zu stabilisieren, einigte sich Tesla mit der nun in Grohmann Automation umbenannten Tochter auf ein neues Gehaltsmodell. Die Löhne der Mitarbeiter steigen um etwa 30 Prozent und orientieren sich damit an branchenüblichen Tarifen. Diese Regelung ist jedoch nicht an den Flächentarifvertrag der Branche gekoppelt.
Die Vereinbarung umfasst zudem eine fünfjährige Beschäftigungsgarantie. Die Mitarbeiter erhalten Tesla-Aktien im Wert von jeweils 10.000 US-Dollar, eine Prämie von 1.000 Euro sowie eine monatliche Lohnerhöhung von 150 Euro, die ab April greift.
Die Gehaltserhöhungen und Arbeitsplatzgarantien sollen die Belegschaft von Grohmann langfristig an das Unternehmen binden. Teslas Investitionen in den Betrieb und die Mitarbeiter unterstützen den geplanten Produktionsausbau. Trotz früherer Verzögerungen bleibt das Unternehmen auf die Steigerung der Ausbringungsmenge fokussiert.






