Brandenburg plant 24-Stunden-Läden ohne Personal für bessere Versorgung im ländlichen Raum
Tatjana ReinhardtBrandenburg plant 24-Stunden-Läden ohne Personal für bessere Versorgung im ländlichen Raum
Die Landesregierung Brandenburgs unterstützt Pläne, die den Betrieb vollautomatisierter, personalfreier Läden rund um die Uhr ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß will man den Zugang zu Alltagsgütern verbessern – insbesondere in ländlichen Gemeinden. Bisher schränken die geltenden Gesetze die Öffnungszeiten traditioneller Geschäfte an Sonntagen stark ein und legen feste Wochentage vor.
Die geplanten Änderungen würden es Mini-Supermärkten erlauben, 24 Stunden am Tag und ohne Personal zu öffnen. Sozialminister René Wilke (SPD) begründete die Initiative damit, dass Anwohner so leichter an lebensnotwendige Waren in ihrer Nähe kämen. Besonders profitieren könnten ländliche Regionen, in denen größere Supermärkte oft wirtschaftlich kämpfen.
Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für automatisierte Läden eingeführt. Nun will die SPD/CDU-Koalition in Brandenburg nachziehen. Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss der Landtag den Entwurf jedoch noch beraten und verabschieden.
Aktuell dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag durchgehend 24 Stunden geöffnet bleiben. Zudem ist an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr eine Öffnung möglich. Die neuen Regeln würden diese Einschränkungen ausschließlich für vollautomatisierte Läden aufheben.
Falls der Entwurf verabschiedet wird, markiert das Gesetz einen Wandel im Einzelhandel Brandenburgs: Personalfreie Läden könnten dann täglich öffnen und so Lücken schließen, die klassische Händler lassen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Landtag, der in den kommenden Beratungen über das Vorhaben abstimmen wird.






