Braunschweig prüft Winterdienste nach Schnee-Chaos durch Sturm "Elli"
Reinhild HänelBraunschweig prüft Winterdienste nach Schnee-Chaos durch Sturm "Elli"
Der Stadtrat von Braunschweig hat einen Antrag zur Überprüfung der Winterdienste angenommen, nachdem heftige Schneefälle Schwächen bei der Schneeräumung offenbart hatten. Die Entscheidung folgt auf massive Kritik an ungeräumten Fahrradwegen und Fußgängerrouten während des Sturms „Elli“, der den Verkehr in der gesamten Region lahmlegte.
Sturm „Elli“ hatte Ende Januar in Braunschweig für Chaos gesorgt: Zugverspätungen, Schulschließungen und blockierte Straßen waren die Folge. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Räumfahrzeuge wurden viele Straßen und Wege immer wieder von Neuschnee zugeschneit. Wichtige Fußgängerrouten – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße sowie der Bereich Steinweg/Theater – blieben tagelang teilweise oder vollständig unpassierbar.
Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS hatte Bedenken an den Winterdiensten der Stadt geäußert und kritisiert, dass der beauftragte Dienstleister ALBA weder über ausreichend Personal noch über die nötige technische Ausstattung verfüge. Ihr Antrag forderte eine detaillierte Prüfung der Arbeitsabläufe bei ALBA, einschließlich einer Kostenaufstellung für den Ausbau der Schneeräumung. Besonders in den Fokus geriet die Räumung der Radwege, von denen einige Berichten zufolge erst alle 19 Stunden geräumt wurden.
Der Antrag wurde im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss beraten. Er steht im Einklang mit dem Mobilitätsentwicklungsplan 2035 der Stadt, der nachhaltige Verkehrskonzepte vorsieht – darunter sichere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Nach den Diskussionen beschloss der Rat, die Winterdienste zu verbessern.
Die nun beschlossene Überprüfung wird sich mit Personalstärke, Ausstattung und Kosten für den Ausbau der Schneeräumung befassen. Die Ergebnisse könnten zu Änderungen führen, wie Braunschweig künftig die Winterdienste organisiert – insbesondere für Radwege und Fußgängerbereiche. Ziel der Untersuchung ist es, künftige Störungen wie durch Sturm „Elli“ zu verhindern.






