15 May 2026, 22:31

Grüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter ab 2029

Detailierte Weltkarte mit geplanten Öl- und Gas-Rohrleitungen, enthält Länder, große Städte, Gewässer und Erklärungstext.

Grüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter ab 2029

Die Ontras Gastransport GmbH plant den Bau einer großen Wasserstoff-Pipeline, um das Stahlwerk in Salzgitter zu versorgen. Die 68 Kilometer lange Trasse wird Wefensleben mit dem Werk von Salzgitter AG verbinden und damit die Produktion von „grünem Stahl“ unterstützen – statt mit Kohle soll künftig Wasserstoff eingesetzt werden. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll bis Ende 2029 erfolgen.

Die neue Leitung ist Teil des Transformationsprogramms SALCOS, das die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion deutlich reduzieren soll. Sie wird ein zentraler Abschnitt eines rund 600 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Ost- und Mitteldeutschland sein. Etwa 80 Prozent dieses Netzes entstehen durch die Umnutzung bestehender Gasleitungen, die restlichen 20 Prozent werden neu gebaut.

Die Route führt durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter bis zum Endpunkt. Noch arbeitet Ontras an der genauen Trassenführung in diesen Gebieten. Im Rahmen der Planung werden von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durchgeführt, um das Vorkommen des geschützten Europäischen Hamsters entlang der geplanten Strecke zu prüfen.

Nach Fertigstellung wird die Pipeline mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern Wasserstoff zum Salzgitter-Stahlwerk transportieren. Dadurch kann das Werk in der Produktion schrittweise Kohle durch klimafreundlichen Wasserstoff ersetzen und so seine Emissionen deutlich senken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die vollständige Inbetriebnahme ist für Dezember 2029 vorgesehen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt, um die Wasserstoffinfrastruktur in Mitteldeutschland mit der Stahlindustrie zu vernetzen. Es steht im Einklang mit den Bestrebungen, die Schwerindustrie durch grüne Energielösungen zu dekabonisieren.

Quelle