Bundesprogramm zahlt 30.000 Euro für Umwandlung von Büros in Wohnungen
Tatjana ReinhardtBundesprogramm zahlt 30.000 Euro für Umwandlung von Büros in Wohnungen
Bundesprogramm fördert Umwandlung von Büros in Wohnraum mit bis zu 30.000 Euro pro Wohnung
Ab dem 1. Juli können Investoren im Rahmen eines neuen Bundesprogramms Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohnung für die Umwandlung leerstehender Büroräume in Wohnungen erhalten. Die Initiative soll den Wohnungsmangel in Deutschlands größten Städten lindern und gleichzeitig die Leerstandsquote verringern. Bisher gibt es auf Landesebene keine vergleichbaren Förderprogramme in dieser Höhe.
Das von Bundesbauministerin Verena Hubertz geleitete Vorhaben stellt 300 Millionen Euro bereit, um die Umrüstung beheizter, nicht zu Wohnzwecken genutzter Gebäude in Wohnraum zu unterstützen. Pro Unternehmen sind maximal 300.000 Euro als nicht rückzahlbare Förderung möglich. Voraussetzung ist, dass die Sanierungen mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen, um klimafreundliche Modernisierungen zu gewährleisten.
Laut Schätzungen könnten die ungenutzten Büroflächen in den sieben größten deutschen Städten theoretisch Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten. Einige Experten halten sogar bis zu 60.000 Wohneinheiten für möglich, wenn alle geeigneten Immobilien umgenutzt würden. Allerdings erfordern solche Umbauten oft kostspielige Anpassungen, da Bürogrundrisse selten den Anforderungen an Wohnraum entsprechen.
Die in den letzten Jahren stark gestiegenen Baukosten haben solche Projekte für Investoren bereits weniger attraktiv gemacht. Die neuen Fördergelder sollen diese finanziellen Hürden ausgleichen und gleichzeitig nachhaltige Baupraktiken anregen.
Das Programm startet mit einem Fördervolumen von 300 Millionen Euro und richtet sich an leerstehende Gewerbeimmobilien in Ballungsräumen. Bei Erfolg könnte es tausende neue Wohnungen auf den Markt bringen und gleichzeitig den Leerstand in Bürogbäuden reduzieren. Der Fokus auf energieeffiziente Sanierungen passt zudem zu den übergeordneten Klimazielen.






