CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video-Kritik zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU, ist für die Verbreitung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in die Kritik geraten. Der Clip, den er als WhatsApp-Status gepostet hatte, zeigte Uniformierte, die auf historischen Militärfahrzeugen unterwegs waren. Nach massiver Kritik löste der Politiker das Video und räumte ein, einen Fehler begangen zu haben.
Der Vorfall führte zu einem förmlichen Disziplinarverfahren und seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz. Die Kontroverse begann, als Bommert das Video über seinen WhatsApp-Status teilte. Darin zu sehen war eine Gruppe von Personen in historischen Militäruniformen, die auf restaurierten Motorrädern aus der Wehrmacht-Zeit fuhren. Zunächst lehnte er eine Stellungnahme zum Inhalt ab.
Der Druck wuchs, als CDU-Kollegen den Beitrag verurteilten. Fraktionschef Steeven Bretz distanzierte sich öffentlich von dem Video und dessen Botschaft. Er kündigte an, das Thema persönlich mit Bommert zu besprechen.
Bommert erkannte daraufhin seinen Fehler an und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die CDU erteilte ihm eine offizielle Rüge – die erste solche disziplinarische Maßnahme gegen einen CDU-Politiker in Brandenburg seit fünf Jahren.
Es war nicht Bommerts erster umstrittene WhatsApp-Status. Bereits zuvor hatte er mit einer Liste von Politikern wie Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang als "Favoriten" für Aufsehen gesorgt. Doch diesmal zogen seine Handlungen schnellere Konsequenzen nach sich. Mittlerweile wurde das Video gelöscht, und Bommert verlor seinen Ausschussvorsitz. Die offizielle Rüge der CDU unterstreicht die klare Haltung gegen die Verbreitung politisch brisanter Inhalte. Die angekündigte Aussprache zwischen Steeven Bretz und Bommert deutet darauf hin, dass weitere interne Gespräche folgen werden.






