05 April 2026, 00:31

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine mit erhobenem Arm und die andere in Verteidigungshaltung, unter dem Titel "Der Kampf um das Urheberrecht" mit einem tiefblauen sternenklaren Hintergrund.

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Der Verlag Penguin Random House hat Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft dem KI-Unternehmen Urheberrechtsverletzungen vor. Laut dem Verlag hat ChatGPT Inhalte aus der Kinderbuchreihe Der kleine Drache Kokosnuss des Autors Ingo Siegner widerrechtlich reproduziert. Dies folgt auf ein separates Urteil gegen OpenAI in Deutschland wegen der unlauteren Nutzung von Songtexten ohne Lizenz.

Die am 27. März 2026 beim Landgericht München eingereichte Klage wirft OpenAI vor, seine KI-Modelle mit Siegners Werken ohne Erlaubnis trainiert zu haben. Penguin Random House argumentiert, ChatGPT habe nicht nur das Material gespeichert, sondern auch erkennbare Texte und Illustrationen aus den urheberrechtlich geschützten Büchern generiert. Der Verlag vergleicht dies mit der illegalen Speicherung und öffentlichen Verbreitung geschützter Inhalte.

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Kritik gibt es zudem daran, dass ChatGPT Nutzer dazu anleitet, KI-generierte Manuskripte zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Plattform bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um solche Werke druckfertig aufzubereiten. Unterdessen zog die Hachette Book Group kürzlich einen Horrorroman mit dem Titel Shy Girl zurück, nachdem eine KI-Erkennungssoftware große Teile des Textes als maschinell verfasst identifiziert hatte.

Der Fall knüpft an einen früheren juristischen Erfolg gegen OpenAI an. Im November 2025 hatte das Landgericht München zugunsten der deutschen Musikrechtegesellschaft GEMA entschieden und festgestellt, dass das Unternehmen Songtexte ohne ordnungsgemäße Lizenzierung genutzt hatte. Carina Mathern, Verlegerin für Kinder- und Jugendbücher bei Penguin Random House, betont die Notwendigkeit, die Rechte von Schöpfern im Zeitalter der KI zu verteidigen.

Die Klage unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Verlagen und KI-Entwicklern im Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sie einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie KI-Systeme geschützte Werke für Training und Ausgabe nutzen dürfen. Die Entscheidung des Gerichts könnte auch beeinflussen, wie andere Kreative und Rechteinhaber ähnliche Ansprüche verfolgen.

Quelle