04 May 2026, 18:33

RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei der Maidemo 2023 – was nun?

Eine große Gruppe von Menschen, die eine baumgesäumte Straße in Berlin entlangmarschieren und Kameras halten, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei der Maidemo 2023 – was nun?

Berliner Rap-Trio RAPK äußert sich zu Kritik nach Verzögerungen bei der revolutionären Maidemo 2023

Die Kreuzberger Rap-Gruppe RAPK hat sich zu den Vorwürfen geäußert, nachdem ihr Konzert zum 1. Mai 2023 zu Verzögerungen bei der traditionellen Revolutionären Maidemonstration geführt hatte. Das Trio, bestehend aus Victor, Tariq und Gustav, veranstaltet jedes Jahr am 1. Mai ein Solidaritätsfest im Geiste des Myfest in ihrem Kiez. Ihre Musik verbindet Alltagsgeschichten aus dem Viertel mit scharfer Gesellschaftskritik – etwa zu Themen wie Gentrifizierung und rassistischer Polizeikontrolle.

Das Konzert 2023 fand just in dem Moment statt, als der Demonstrationszug vorbeizog. Durch die Menschenmenge und die Bühnenaufbauten kam es zu Behinderungen, die den Marsch verlangsamten. Die Gruppe reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Aufrufen auf Instagram, die Zuschauer aufzufordern, Platz zu machen.

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Später entschuldigte sich das Trio für die Verzögerungen und räumte ein, dass ihr Auftritt möglicherweise den politischen Fokus des Tages in den Hintergrund gedrängt habe. Gleichzeitig nahmen sie die Kritik ernst, ihr Konzert habe aus einem Protesttag eine bloße Veranstaltung gemacht. Dennoch bleiben sie überzeugt: Kultur und Aktivismus sollten sich gegenseitig stärken – nicht konkurrieren.

Für die Zukunft kündigte RAPK Änderungen an. Künftige Konzerte sollen räumlich getrennt von der Marschroute stattfinden, um ähnliche Konflikte zu vermeiden. Ihre Musik bleibt dabei verwurzelt in den Kämpfen Kreuzbergs – mit dem Ziel, politische Botschaften durch Rap zugänglicher zu machen.

Das jährliche Maikonzert wird es auch weiterhin geben, allerdings mit Anpassungen, um Störungen zu vermeiden. Die Gruppe bleibt ihrem Ansatz treu, Protest und Kultur zu verbinden und sich gleichzeitig lokalen Themen zu widmen. Ob Musik und Aktivismus an einem derart politisch aufgeladenen Tag reibungslos nebeneinander bestehen können, wird sich bei den nächsten Schritten zeigen.

Quelle