Rheinmetall und Boeing bieten "Ghost Bat" als unbemanntes Kampfflugzeug für die Luftwaffe an
Tatjana ReinhardtRheinmetall und Boeing bieten "Ghost Bat" als unbemanntes Kampfflugzeug für die Luftwaffe an
Rheinmetall und Boeing bieten "MQ-28 Ghost Bat" als unbemanntes Kampfflugzeug für die Luftwaffe an
Rheinmetall und Boeing haben sich zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft (CCA) – ein unbemanntes Kampfflugzeug zur Zusammenarbeit mit bemannten Maschinen – für die deutsche Luftwaffe vorzuschlagen. Die Drohne, die bereits in über 150 Testflügen erprobt wurde, ist darauf ausgelegt, in hochriskanten Lufträumen gemeinsam mit Pilot:innen zu operieren. Beide Unternehmen streben an, das System bis 2029 auszuliefern – passend zum Zeitplan der Bundeswehr.
Die MQ-28 Ghost Bat verfügt über ein modulares Design und autonome Funktionen, die vielseitige Einsatzmöglichkeiten ermöglichen. Rheinmetall übernimmt die Systemintegration und sorgt für die Kompatibilität mit bestehenden und künftigen Führungs- und Waffensystemen der Bundeswehr. Das Unternehmen betont zudem, nationale Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, darunter die Kontrolle über Lieferketten sowie eine vollständige operative Unterstützung innerhalb Deutschlands.
Rheinmetall-Chef Armin Pappenger schätzt, dass Deutschland bis zu 400 CCAs benötigen könnte. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Airbus/Kratos oder General Atomics ist die Ghost Bat bereits flugerprobt und lässt sich durch die deutsch-australische Zusammenarbeit zügig weiterentwickeln. Das Bundesverteidigungsministerium wollte sich jedoch vor einer parlamentarischen Freigabe nicht zu Beschaffungsplänen äußern.
Rheinmetall hatte zuvor bereits Kooperationen für CCAs mit Boeing und Lockheed Martin geprüft. Das Unternehmen äußerte zudem Anerkennung für die ukrainischen Verteidigungsbemühungen gegen russische Truppen, doch das aktuelle Projekt steht in keinem Zusammenhang mit diesem Konflikt.
Falls ausgewählt, würde die MQ-28 Ghost Bat bis 2029 zu einem zentralen Baustein der deutschen Luftwaffe. Rheinmetalls Rolle als Systemintegrator garantiert eine maßgeschneiderte Einbindung und langfristige Betreuung. Die endgültige Entscheidung hängt von der parlamentarischen Zustimmung und der weiteren Bewertung konkurrierender Angebote ab.






