Sachsen-Anhalt streikt: 900-Euro-Löhne treiben Beschäftigte auf die Barrikaden
Reinhild HänelSachsen-Anhalt streikt: 900-Euro-Löhne treiben Beschäftigte auf die Barrikaden
Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken für höhere Löhne
In dieser Woche legen Beschäftigte in Sachsen-Anhalt die Arbeit nieder, um gegen niedrige Löhne zu protestieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks bei zwei großen Arbeitgebern in der Region aufgerufen. Die Mitarbeiter an beiden Standorten fordern höhere Löhne – einige verdienen derzeit nur rund 900 Euro im Monat.
Die Arbeitsniederlegungen begannen heute bei Bonback im Star Park Halle Queis, wo die Belegschaft zwei Tage lang die Arbeit ruhen lässt. Ein weiterer Streik findet beim Getränkehersteller MEG in Weißenfels statt, der zur Schwarz-Gruppe gehört. Dort dauert der Ausstand drei Tage.
Die NGG führt die Proteste unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein" und macht auf die deutlichen Gehaltsunterschiede zwischen Sachsen-Anhalt und anderen Unternehmensstandorten aufmerksam. Bonback, ursprünglich unter dem Namen ARTIback bekannt, war vor zwei Jahren von der Schwarz-Gruppe übernommen und später umbenannt worden. Zur Schwarz-Gruppe gehören auch die Handelsriesen Kaufland und Lidl.
Bisher liegt keine offizielle Stellungnahme der Schwarz-Gruppe zu den Streiks vor. Die NGG hat jedoch mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen gedroht, sollten die Forderungen nicht erfüllt werden.
Die Proteste sind Teil einer breiteren Bewegung für fairere Löhne in der Region. Angesichts von Monatsgehältern von teilweise nur 900 Euro betont die Gewerkschaft, dass die aktuellen Lohnniveaus nicht tragbar seien. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten weitere Streiks folgen.






